Werbung für Teilnahme an Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie

Nr.242/2018  | 11.07.2018  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

 

Heute hat in Dobbin-Linstow die vierte und letzte Regionalkonferenz stattgefunden, auf denen die Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt (StÄLU) im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft- und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern über die Möglichkeiten des Landes zur Förderung von investiven Maßnahmen bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie bzw. des Naturschutzes in Natura 2000-Gebieten informierten. Schwerpunkt der heutigen Konferenz des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg war die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).

In der WRRL verlangt die EU die Herstellung eines guten chemischen und ökologischen Zustandes der Gewässer bis spätestens 2027. In Mecklenburg-Vorpommern sind neben dem Grundwasser und den Küstengewässern mehr als 200 Seen und etwa 8.000 Kilometer Fließgewässer betroffen. „Unsere Bilanz ist leider bisher ziemlich ernüchternd“, sagte Umweltminister Dr. Till Backhaus. Keines der Küstengewässer und nur 3 Prozent der berichtspflichtigen Fließgewässer sowie 18 Prozent der berichtspflichtigen Seen würden einen guten ökologischen Zustand aufweisen.

„Die Nebel ist im Abschnitt zwischen Linstow und Dobbin dagegen ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene Wiederherstellung des guten Gewässerzustandes“, erklärte Minister Dr. Till Backhaus. „Wir wollen möglichst für alle Gewässer im Land so einen guten Zustand erreichen - aber das ist noch ein langer Weg.“

Seit 2015 sind die Maßnahmenprogramme in Kraft gesetzt, die bis 2021 umzusetzen sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Wiederherstellung einer naturnahen Gewässerstruktur und dem damit verbundenen Abflussverhalten des Gewässers.

Dafür sind vorgesehen etwa 900 strukturverbessernde Maßnahmen der Gewässer und ihrer Uferbereiche, rund 700 Maßnahmen zur Herstellung der Durchgängigkeit an Querbauwerken und wasserbaulichen Anlagen für Wasserlebewesen, rund 500 Maßnahmen zur Optimierung der Gewässerunterhaltung bzw. das Zulassen einer eigendynamischen Gewässerentwicklung. 2021 sind die Maßnahmenpläne zu aktualisieren, um bis 2027 den geforderten guten Zustand der berichtspflichtigen Gewässer zu erreichen.

Den Teilnehmern der Regionalkonferenz wurde unmittelbar vor der Konferenz die Renaturierung des 2,5 Kilometer langen Abschnitts der Nebel zwischen der Autobahn bei Linstow und der Brücke Dobbin vorgestellt. Hier wurde von 2012 bis 2015 ein weitgehend natürlicher Verlauf der Nebel wiederhergestellt. Mit einem Aufwand von rund 230.000 Euro Planungs- und 450.000 Euro Baukosten wurden drei WRRL-Maßnahmen fertiggestellt, die mit Naturschutzmaßnahmen und zwei Bodenordnungsverfahren für den 40 Meter breiten Gewässerentwicklungsstreifen kombiniert waren.

Informationen zu Maßnahmen der WRRL: http://www.wrrl-mv.de/

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