Ausblick auf 2019: Minister Backhaus lädt zur Jahresendpressekonferenz

Nr.439/2018  | 10.12.2018  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Am Montag, dem 17. Dezember, findet um 10 Uhr im Raum 33, die traditionelle Jahresendpressekonferenz des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt (Paulshöher Weg 1, 19061 Schwerin) statt, auf der der zuständige Fachminister Dr. Till Backhaus einen Ausblick auf die Arbeit seines Ressorts im kommenden Jahr gibt. Um eine kurze Anmeldung an e.klaussner-ziebarth@lm.mv-regierung.de wird gebeten.

„Viele Themen, die uns 2018 bewegt haben, bleiben uns auch 2019 erhalten. Ich denke da zum Beispiel an den Umgang mit dem Wolf, an die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest und andere Tierseuchen, an den Schutz unserer natürlichen Ressourcen, wie Wasser und Boden, oder die Frage, wie wir die Landwirtschaft zukunftsfähig aufstellen“, sagte der Minister Backhaus.

Auf der Jahresendpressekonferenz möchte er auf folgende Themen näher eingehen:

  • Trinkwasserschutzkonzeption 2040
  • Kartieranleitung Winderosion
  • Afrikanische Schweinepest
  • Aktueller Stand der Dürrehilfen
  • Weiterer Umgang mit dem Wolf
  • Untersuchungsergebnisse Schoko-Weihnachtsmänner und Lachs

Mit Blick auf das ablaufende Jahr 2018 erinnerte Minister Backhaus an die extremen Wetterereignisse. Hatten die Landwirte bei der Ernte im Herbst 2017 noch mit den Folgen langanhaltender Regenfälle zu kämpfen, haben sie in diesem Jahr starke Einbußen aufgrund der langen Trockenperiode zu beklagen. „Wir müssen uns alle darauf einstellen, dass solche Wetterextreme auch in Zukunft zunehmen werden. Deshalb brauchen wir dringend Strategien, wie wir mit den Folgen des Klimawandels umgehen – in der Landwirtschaft, aber auch in anderen Bereichen. Staatliche Hilfen können nur ein Notpflaster und keine dauerhafte Lösung sein“, resümierte der Minister.

Im Zuge der langanhaltenden Dürreperiode hatte sich auch die Waldbrandgefahr im Land zugespitzt. Die Waldbrandzentrale des Landes war über einen langen Zeitraum mit ganzer Mannschaft besetzt. „Achtzehn speziell geschulte Mitarbeiter der Landesforst haben die besonders gefährdeten Gebiete des Landes überwacht und hervorragende Arbeit geleistet“, so der Minister. Die vorläufige Statistik weist für 2018 insgesamt 87 Waldbrände auf 31 Hektar auf. Der größte Waldbrand ereignete sich ab dem 10. August auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lübtheen mit insgesamt 15 Hektar.

Ein „Meilenstein“ im Natur- und Artenschutz war in 2018 laut Minister Backhaus der Beginn eines Projektes der Landesforstanstalt, das die Lebensbedingungen von Insekten im Wald verbessern soll. Ziel des Vorhabens ist es, Lebensräume der zu vernetzen. Dafür gab es 1,6 Millionen Euro Forschungsförderung vom Bund. „Das Vorhaben passt hervorragend in unsere Landesinitiative ‚Mehr Respekt vor dem Insekt‘, die wir im April vorgestellt haben“, betonte Backhaus. Mit der Initiative setzt sich Mecklenburg-Vorpommern u.a. für eine bundesweite Abstimmung der Forschung ein. Auch sieht die Strategie vor, den Schutz der Insekten in die Landnutzung zu integrieren.

Als Teil der Insektenschutz-Strategie hat das Ministerium den Bienenweidekatalog veröffentlicht. „Der Katalog enthält Anregungen für den Anbau heimischer Pflanzenarten, die nektar -und pollenreiche Nahrung für Bienen und Wildinsekten liefern. Der Leitfaden wird von Land- und Forstwirten, Haus- und Kleingärtnern, Bewirtschaftern von öffentlichen Flächen, aber auch einzelnen Bürgern stark nachgefragt“, sagte Backhaus.

Dass viele Landwirte die Umwelt bereits im Blick haben, zeigten die Erfolge bei den Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen, die inzwischen auf 320.000 ha und damit auf einem Drittel der gesamten Ackerfläche umgesetzt werden. Auch der Öko-Landbau legt weiter zu: „Unser Land hat das selbst gesteckte Ziel, bis 2021 mindestens 150.000 Hektar Landwirtschaftsfläche ökologisch zu bewirtschaften, bereits erreicht. Schon heute sind es 152.700 Hektar. Das sind 11, 4 Prozent der gesamten Agrarfläche von 1,3 Millionen Hektar, womit wir bundesweit an der Spitze mitspielen. Allein in diesem Jahr haben Landwirte rund 13.200 Hektar auf Bio umgestellt“, so Backhaus.