Aktuell

„Schärfere Düngevorgaben müssen regionale Unterschiede beachten“

Nr.072/2019  | 04.04.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Mecklenburg-Vorpommern kann sich einer weiteren Verschärfung der Düngeverordnung nicht verschließen: „Beim Thema Düngung und Nitratbelastung muss sich etwas ändern, auch wenn das Härten mit sich bringt. Schnellschüsse, die im vorauseilenden Gehorsam abgegeben werden, ignorieren aber die unterschiedlichen regionalen Bedingungen in Deutschland. Was für Vechta und Cloppenburg dringend notwendig ist, muss für Demmin oder Ludwigslust längst nicht stimmen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Dr. Till Backhaus heute auf dem Bauerntag in Linstow. Damit übte er auch Kritik am Vorgehen des Bundes, der Vorschläge zur Nachbesserungen an der Düngeverordnung ohne vorherige Abstimmung mit den Ländern an die EU-Kommission schickte.

Zwei Punkte stufte Minister Backhaus jedoch als äußerst kritisch ein:

1. Die Düngung in nitratbelasteten Gebieten soll auf minus 20 Prozent unter dem Sollwert (tatsächlicher Düngebedarf) abgesenkt werden.

„Besonders negativ wird sich eine derartige Regelung auf den Weizen- und Gerstenanbau aber auch auf den Gemüseanbau auswirken. Ertragsrückgänge und vor allem Probleme bei den von den Abnehmern geforderten Qualitäten werden zu erheblichen Einkommensverlusten führen, die durch den Markt höchstwahrscheinlich nicht kompensiert werden können“, prognostizierte er.

 2. Die Düngung zu Sommerkulturen soll so geregelt werden, dass ohne vorherigen Zwischenfruchtanbau keine Düngung zu den Sommerkulturen erfolgen darf.  

„Der verstärkte Anbau von Sommerkulturen ist grundsätzlich wichtig und sinnvoll, um Fruchtfolgen zu erweitern. Eine Düngung aber nur zuzulassen, wenn vorher eine Zwischenfrucht angebaut wurde, ist fachlicher Nonsens: Nach Zuckerrüben oder Mais beispielsweise, kann man keine Zwischenfrucht mehr etablieren. Wenn dann die nachfolgende Kultur im Frühjahr nicht gedüngt werden darf, geht das ganze Anbauverfahren den Bach hinunter“, erklärte der Minister.

Er versicherte, alles daran zu setzen, am Ende zu einer Lösung zu kommen, mit der die hiesige Landwirtschaft leben kann und die Ressource Wasser geschützt wird.

Anlässlich der bevorstehenden Europawahlen und den Querelen um den Brexit bekannte sich Minister Backhaus zu Europa als „Garant für Frieden, Freiheit und Wohlstand“. Ohne die Europäische Union hätte Mecklenburg-Vorpommern und seine Landwirtschaft niemals diese Entwicklung nehmen können. Was die Europäische Agrarpolitik (GAP) betrifft, bleibe er jedoch Kritiker des Systems: „Es wird immer komplizierter, weil immer neue Bedingungen an immer weniger Geld geknüpft werden und zugleich immer mehr Interessen in Übereinstimmung gebracht werden sollen“, sagte er weiter.

Die Europäische Agrarpolitik müsse dringend reformiert werden, so seine Forderung. „Wir müssen endlich weg vom Verbieten – hin zum Verdienen! Nur wer mit Klimaschutz und Umweltschutz Gewinn macht, ist auch bereit, dort zu investieren!“.

Als echte Konstante bezeichnete er die Agrarverwaltung im Land. Pünktlich seien im Dezember knapp 354 Millionen Euro Direktzahlungen an die mehr als 4.600 berechtigten Landwirte ausgezahlt worden. Das entspreche einer Auszahlungsquote von 99,9 Prozent. Darüber hinaus wurden bis Ende März 427 Anträge auf Dürrehilfe bewilligt und 25,8 Millionen Euro als Vorschuss gezahlt. Weitere 80 Anträge mit einem beantragten Volumen von rund 7,5 Millionen Euro finden sich noch in Bearbeitung.

Auch das Gesamtergebnis im Bereich der 2. Säule kann sich Backhaus zufolge sehen lassen: In 2018 wurden für das Verpflichtungsjahr 2017 insgesamt 45,6 Millionen Euro für zwölf verschiedene Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen ausgezahlt.

Ihre Suchkriterien

  • Suchbegriff: 
  • Bereich:  Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
  • Zeitraum:   
18.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Backhaus: Angler sind Naturschützer! – MV weiterhin beliebtes Angelrevier

Auf der 28. Delegiertenkonferenz des Landesanglerverbands in Linstow würdigte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus heute das Engagement der Angler für den Schutz der natürlichen Ressourcen. Die hiesigen Angler hätten sich beispielsweise maßgeblich für die Renaturierung der Boize bei Greese und des Oberlaufs der Warnow, die Durchgängigkeit der Trebel und der Uecker sowie für die freiwillige Vereinbarung zum Befahren des Schweriner Sees eingesetzt.

17.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

50 Jahre exzellente Aquakulturforschung in Born

„Seit nunmehr 50 Jahren liefert die Forschungsanlage Born Forschungsergebnisse für die Fischereipraxis. Trotz der wechselvollen Geschichte hat sie sich immer einer zentralen Aufgabe gewidmet: zukunftsfähige Produktionsverfahren im Bereich Aquakultur zu entwickeln. Die angewandte Forschung beschäftigt sich intensiv mit regionalen Anpassungen und erarbeitet Empfehlungen für eine nachhaltige und tierwohlgerechte Praxis. Für Mecklenburg-Vorpommern als gewässerreichstes Bundesland ist die Aquakultur gerade angesichts des steigenden Bedarfs an Fisch und gleichzeitig weltweit zurückgehender Fischbestände in den Meeren und Seen eine zukunftsweisende Technologie. Die Arbeit in Born ist damit sehr hoch einzuschätzen“, sagte Agrarstaatssekretär Dr. Jürgen Buchwald heute vor Ort im Rahmen einer Jubiläumsfeier.

16.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Junglandwirte aus den Niederlanden besuchen Agrarbetriebe in M-V

15 Junglandwirte aus den Niederlanden besichtigen am Montag, den 20. Mai 2019, im Rahmen des Arbeitsbesuches des niederländischen Königspaares Agrarbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern. Begleitet werden sie von Nachwuchsbauern aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

16.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Kleingärten: Bewirtschaftung für Senioren und Familien erleichtern

Das Kleingartenwesen in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern muss laut Umweltminister Dr. Till Backhaus familien- und seniorenfreundlicher gestaltet werden. Nur so könne man dem zunehmenden Leerstand entgegenwirken und das Fortbestehen dieser Tradition sichern. Eine Möglichkeit sehe er darin, die Vorgaben zur Mindestbewirtschaftung zu lockern. Heute Abend (ab 17.30 Uhr) nimmt Minister Backhaus in Anklam an einer öffentlichen Diskussionsrunde mit Vorständen der Kleingartenvereine Anklam in der Gaststätte "Südeck" (Adolf-Damascke-Straße 20) zur Zukunft des Kleingartenwesens teil.

16.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Moorerlebnispfad im Bioshärenreservat Schaalsee wiedereröffnet

„Nun hat das Biosphärenreservat Schaalsee seine touristische Attraktion zurück“, freute sich Umweltminister Dr. Till Backhaus heute bei der Wiedereröffnung des Moorerlebnispfades am Informationszentrum PAHLHUUS in Zarrentin am Schaalsee. Der 700 Meter lange Pfad ins Kalkflachmoor besteht nun aus Recycling­kunststoff.

15.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Ernährungswirtschaft wichtig für die Entwicklung des ländlichen Raums

„Die Ernährungswirtschaft ist nicht nur eine der wichtigsten Branchen unseres Landes, sie ist auch eng mit der Landwirtschaft verbunden. Es ergeben sich Synergieeffekte, vor allem hinsichtlich einer regionalen Wertschöpfung im ländlichen Raum“, betonte Landwirt­schaftsminister Dr. Till Backhaus heute (15.5.) auf dem 3. Norddeutschen Ernährungsgipfel in Rostock. „Zur Unterstützung ihrer Entwicklung haben wie deshalb in der Vergangenheit viele Initiativen gestartet, Förder­programme aufgestellt und Hilfestellungen gegeben.“ Es sei wichtig, hier auch die Klein- und Kleinstunter­nehmen mitzunehmen.

15.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Arzneimittelrückstände in Gewässern: „Vorsorge besser als Nachsorge!“

Allein in Deutschland werden laut Umweltbundesamt jährlich rund 30.000 Tonnen Humanarzneimittel verkauft. Von den in Deutschland ca. 2.300 für die Humanmedizin zugelassenen Wirkstoffen werden etwa 1.200 als umweltrelevant eingestuft. Auch in Gewässern in Mecklenburg-Vorpommern werden Arzneimittelrückstände nachgewiesen.

13.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Spielplatzförderrichtlinie in Kraft getreten – bis 30. Juni Antrag stellen

Ab sofort können Gemeinden für die Erneuerung und Sanierung sowie die Neuerrichtung von öffentlich zugänglichen Kinderspielplätzen im ländlichen Raum Förderanträge bei dem örtlich zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt einreichen. Die diesjährige Antragsfrist läuft bis zum 30.06.2019.

13.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Backhaus: Agraranträge sind bis spätestens 15. Mai einzureichen

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus weist die Landwirte nachdrücklich auf eine sorgfältige und fristgerechte Einreichung der digitalen Unterlagen für die Auszahlung der EU-Beihilfen in 2019 hin. Letzter Termin ist der 15. Mai 2019. Danach können Zahlungen nur noch bis zum 09. Juni 2019 mit Kürzung der Beihilfen beantragt werden. Anträge, die noch später eingehen, gelten als verfristet und können nicht mehr berücksichtigt werden..

10.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Backhaus: Mehr Klima- und Artenschutz – jetzt!

Zur 92. Umweltministerkonferenz in Hamburg trafen sich die Umweltministerinnen, -minister, ‑senatorin und ‑senatoren der Länder und des Bundes am 9. und 10. Mai, um über ak-tuelle umweltpolitische Themen zu beraten.