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Wald im Burnout – Klimaschutz durch Waldumbau und Bewirtschaftung

Nr.079/2019  | 08.04.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

„Wir können schon jetzt absehen, dass das Ökosystem Wald die wandelnden Rahmenbedingungen, insbesondere den Klimawandel, nur schwer verkraftet“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Forstminister Dr. Till Backhaus heute auf der Jahrestagung des Deutschen Forstwirtschaftsrat in Warnemünde. Thema der Veranstaltung war in diesem Jahr „Wald im Burnout“.

Experten sind sich einig: Die Temperatur wird weiter steigen und es wird trockenere Sommer und feuchtere Winter geben. „Das geht auch nicht spurlos an unseren Wäldern vorbei“, so Backhaus. Das letzte Jahr hat gezeigt, wie stark die Witterungsextreme sind und vor welche Herausforderungen es die Wälder stellt. „Von Windwurfschäden, über Schneebruch, Überflutungen bis zur Dürre und Waldbränden war alles dabei“, sagte Dr. Backhaus. Dürreschäden in den jungen Aufforstungen, ein verschlechterter allgemeiner Waldzustand, geringerer Holzzuwachs sowie die Zunahme von Schädlingen sind die Folge.

„Wir bereiten uns auf die Veränderungen vor und arbeiten daran, dass unsere Wälder vielfältiger werden. Die Laubbäume sind auf dem Vormarsch!“, bekräftigte der Minister. 2010 wurde ein Maßnahmenkonzept zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel erarbeitet. Vordringliche Ziele sind demnach die Verbesserung der Stabilität und der Anpassungsfähigkeit der Wälder. So soll der Wald in standortgerechte Mischwaldbestände umgebaut werden.

Seit über 20 Jahren werden jährlich 4 Mio. Euro auf durchschnittlich 800 ha investiert. Der Anteil an Laub­bäumen stieg in den letzten 10 Jahren um mehr als 3 Prozent. Nahezu drei Viertel aller Wälder Mecklenburg-Vorpommerns sind heute Mischwälder, in denen Laubbaumarten zumindest beteiligt sind. Insbesondere durch vermehrte Verjüngung der Wälder unterm Schirm der Altbestände ging die Fläche strukturarmer Bestände auf aktuell 40 Prozent zurück.

Neben der Verbesserung der Stabilität und Vitalität der Wälder ist die Erhaltung der biologischen Vielfalt der Lebensräume erforderlich. Beide Strategien helfen, den Risiken des Klimawandels gegenzusteuern. Ein Hauptproblem für die Waldnatur in Mecklenburg-Vorpommern stellt die Zerschneidung und Verinselung der Waldgebiete dar. Immerhin verteilt sich die Waldfläche hier im Land auf rund 22.000 Waldinseln. In diesem Zusammenhang gibt es ein gefördertes Schutz- und Forschungsprojekt zur „Verbesserung der Lebensraumsituation für Insekten in den Wäldern“. „Das ist das erste große Umsetzungsprojekt zum Insektenschutz im Wald“, erklärte der Minister.

Die Aufforstung wiedervernässter Moore trägt am besten zur Minderung klimaschädlicher Treibhausgase bei. „Unser Ziel ist deshalb, 10.000 ha wiedervernässter Moore aufzuforsten“, betonte Minister Dr. Backhaus.

„Die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes und die Verwendung von Holzprodukten leisten derzeit einen größeren Beitrag zum Klimaschutz als die Vorratsanreicherung im Wald selbst. Ein wichtiges klimapolitisches Ziel muss es sein, sowohl die Produktivität der Wälder und ihre nachhaltige Bewirtschaftung dauerhaft zu erhalten und zu fördern, als auch den Klimaschutzbeitrag durch Verwendung von Holz zu optimieren“, sagte Backhaus abschließend.

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21.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Einigung beim Abschuss von Wölfen in Sicht

Das Bundesumweltministerium hat dem Bundeslandwirtschaftsministerium und den zuständigen Ressorts auf Länderebene einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes vorgelegt, der den Abschuss von Wölfen vereinfachen und rechtssicher gestalten soll. Über den Entwurf soll am Mittwoch (22. Mai 2019) im Bundeskabinett abgestimmt werden.

18.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Backhaus: Angler sind Naturschützer! – MV weiterhin beliebtes Angelrevier

Auf der 28. Delegiertenkonferenz des Landesanglerverbands in Linstow würdigte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus heute das Engagement der Angler für den Schutz der natürlichen Ressourcen. Die hiesigen Angler hätten sich beispielsweise maßgeblich für die Renaturierung der Boize bei Greese und des Oberlaufs der Warnow, die Durchgängigkeit der Trebel und der Uecker sowie für die freiwillige Vereinbarung zum Befahren des Schweriner Sees eingesetzt.

17.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

50 Jahre exzellente Aquakulturforschung in Born

„Seit nunmehr 50 Jahren liefert die Forschungsanlage Born Forschungsergebnisse für die Fischereipraxis. Trotz der wechselvollen Geschichte hat sie sich immer einer zentralen Aufgabe gewidmet: zukunftsfähige Produktionsverfahren im Bereich Aquakultur zu entwickeln. Die angewandte Forschung beschäftigt sich intensiv mit regionalen Anpassungen und erarbeitet Empfehlungen für eine nachhaltige und tierwohlgerechte Praxis. Für Mecklenburg-Vorpommern als gewässerreichstes Bundesland ist die Aquakultur gerade angesichts des steigenden Bedarfs an Fisch und gleichzeitig weltweit zurückgehender Fischbestände in den Meeren und Seen eine zukunftsweisende Technologie. Die Arbeit in Born ist damit sehr hoch einzuschätzen“, sagte Agrarstaatssekretär Dr. Jürgen Buchwald heute vor Ort im Rahmen einer Jubiläumsfeier.

16.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Junglandwirte aus den Niederlanden besuchen Agrarbetriebe in M-V

15 Junglandwirte aus den Niederlanden besichtigen am Montag, den 20. Mai 2019, im Rahmen des Arbeitsbesuches des niederländischen Königspaares Agrarbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern. Begleitet werden sie von Nachwuchsbauern aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

16.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Kleingärten: Bewirtschaftung für Senioren und Familien erleichtern

Das Kleingartenwesen in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern muss laut Umweltminister Dr. Till Backhaus familien- und seniorenfreundlicher gestaltet werden. Nur so könne man dem zunehmenden Leerstand entgegenwirken und das Fortbestehen dieser Tradition sichern. Eine Möglichkeit sehe er darin, die Vorgaben zur Mindestbewirtschaftung zu lockern. Heute Abend (ab 17.30 Uhr) nimmt Minister Backhaus in Anklam an einer öffentlichen Diskussionsrunde mit Vorständen der Kleingartenvereine Anklam in der Gaststätte "Südeck" (Adolf-Damascke-Straße 20) zur Zukunft des Kleingartenwesens teil.

16.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Moorerlebnispfad im Bioshärenreservat Schaalsee wiedereröffnet

„Nun hat das Biosphärenreservat Schaalsee seine touristische Attraktion zurück“, freute sich Umweltminister Dr. Till Backhaus heute bei der Wiedereröffnung des Moorerlebnispfades am Informationszentrum PAHLHUUS in Zarrentin am Schaalsee. Der 700 Meter lange Pfad ins Kalkflachmoor besteht nun aus Recycling­kunststoff.

15.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Ernährungswirtschaft wichtig für die Entwicklung des ländlichen Raums

„Die Ernährungswirtschaft ist nicht nur eine der wichtigsten Branchen unseres Landes, sie ist auch eng mit der Landwirtschaft verbunden. Es ergeben sich Synergieeffekte, vor allem hinsichtlich einer regionalen Wertschöpfung im ländlichen Raum“, betonte Landwirt­schaftsminister Dr. Till Backhaus heute (15.5.) auf dem 3. Norddeutschen Ernährungsgipfel in Rostock. „Zur Unterstützung ihrer Entwicklung haben wie deshalb in der Vergangenheit viele Initiativen gestartet, Förder­programme aufgestellt und Hilfestellungen gegeben.“ Es sei wichtig, hier auch die Klein- und Kleinstunter­nehmen mitzunehmen.

15.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Arzneimittelrückstände in Gewässern: „Vorsorge besser als Nachsorge!“

Allein in Deutschland werden laut Umweltbundesamt jährlich rund 30.000 Tonnen Humanarzneimittel verkauft. Von den in Deutschland ca. 2.300 für die Humanmedizin zugelassenen Wirkstoffen werden etwa 1.200 als umweltrelevant eingestuft. Auch in Gewässern in Mecklenburg-Vorpommern werden Arzneimittelrückstände nachgewiesen.

13.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Spielplatzförderrichtlinie in Kraft getreten – bis 30. Juni Antrag stellen

Ab sofort können Gemeinden für die Erneuerung und Sanierung sowie die Neuerrichtung von öffentlich zugänglichen Kinderspielplätzen im ländlichen Raum Förderanträge bei dem örtlich zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt einreichen. Die diesjährige Antragsfrist läuft bis zum 30.06.2019.

13.05.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Backhaus: Agraranträge sind bis spätestens 15. Mai einzureichen

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus weist die Landwirte nachdrücklich auf eine sorgfältige und fristgerechte Einreichung der digitalen Unterlagen für die Auszahlung der EU-Beihilfen in 2019 hin. Letzter Termin ist der 15. Mai 2019. Danach können Zahlungen nur noch bis zum 09. Juni 2019 mit Kürzung der Beihilfen beantragt werden. Anträge, die noch später eingehen, gelten als verfristet und können nicht mehr berücksichtigt werden..