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Der Wald leidet – Auswirkungen des Klimawandels sind zu spüren

Nr.091/2019  | 12.04.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

 

2018 war ein Jahr mit außergewöhnlichen Wetter­extremen. „Die Auswirkungen bekommen wir auch noch 2019 zu spüren. Die Waldbestände sind geschwächt“, sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt am Samstag (13.04. auf der Jahresversammlung des Waldbesitzer­verbandes in Güstrow. 

2018 betragen die Dürreschäden in Kulturen und Jung­wüchsen insgesamt 395 ha vertrocknete Kulturen.
„Mir bereiten die Fichtenborkenkäfer große Sorgen. Bereits seit 2016 registrieren wir erhöhte Populationen. Die Schadholzmenge betrug im Kalenderjahr 2018 64.000 m³ Fichtenholz“, erklärte Dr. Backhaus. Auch beim Blauen Kiefernprachtkäfer wird aufgrund der trockenheits­bedingten nachwirkenden Schwächung ein weiterer Anstieg prognostiziert. Besorgniserregend sei auch das Diplodia-Triebsterben an Kiefer und Douglasie. Dieser weltweit verbreitete Pilz tritt seit einigen Jahren vermehrt auch in Mecklenburg-Vorpommern auf. Beim Anhalten der ungünstigen Witterungsbedingungen ist eine weitere Zunahme zu befürchten. 

Aufgrund der Frühjahrsstürme, Dürre und dem Borken­käferbefall belief sich der Kalamitätsholzanfall 2018 deutschlandweit auf 32,4 Mio. m³, was ca. 50% des durchschnittlichen Jahreseinschlages ausmacht. Zum Vergleich betrug in M-V die Kalamitätsholzmenge 0,3 Mio. m³, was 15% des durchschnittlichen Jahreseinschlages entspricht. „Diese zusätzlichen Schadholzmengen konnten aufgrund der hohen Verarbeitungskapazitäten in unserem Bundesland bisher gut aufgenommen werden. Auch deutschlandweit hat die gute Absatzlage ihr übriges getan“, sagt Backhaus. Gleichzeitig wies er jedoch darauf hin, dass erneute Stürme in anderen Bundesländern steigende Kalamitätsholzmengen sowie ein verstärkter Import von günstigem Schadholz aus benachbarten Ländern ein Überangebot an Rohholz verursachen, was zu Verunsicherung in der Branche führt. 

Um diesem Überangebot gerecht zu werden, hat Mecklenburg-Vorpommern hinsichtlich der Kapazitätsengpässe Ausnahmegenehmigungen zum zulässigen Gesamttransportgewicht erteilt. Außerdem wurde der Förderbereich Extremwetterereignisse Ende 2018 bestätigt und die Aufstockung der GAK-Förder-
summe für Maßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachter Folgen im Wald vorgenommen. Für das laufende Jahr 2019 stehen insgesamt 3,43 Mio. € Fördermittel zur Verfügung. Der Richtlinien-Entwurf wird derzeit hausintern geprüft. 

Abschließend äußerte sich Minister Dr. Backhaus zu den Waldbränden im letzten Jahr. Auch in diesem Jahr konnten wieder erste Waldbrände verzeichnet werden. In diesem Zusammenhang verwies er auf die aktuelle Waldbrandeinsatzkarte. „Ich habe mit der Änderung der Waldbrandschutzverordnung, die am 4. August 2018 in Kraft trat, auf die Gefahren, die von Erntearbeiten ausgehen, reagiert“, so Backhaus. Bei Erntearbeiten auf Feldern, die weniger als 50 m vom Wald entfernt liegen, seien bei ausgerufener Waldbrandgefahrenstufe 4 und 5 Wundstreifen von nunmehr 6 m Breite – bisher galten 2 m – zum Waldrand anzulegen.

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18.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Schaf- und Ziegenhalter nutzen höhere Förderung der Beweidung

Für die Beweidung von extensiv genutztem Dauer­grünland in den Wolfsgebieten mit Schafen und Ziegen hat Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr die Zuwendungsbeträge erhöht. Insgesamt haben 22 Schafhalter diese Möglichkeit genutzt. Es sind ca. 860 Hektar betroffen.

16.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

EUGAL-Gastrasse: Eingriff für Mensch und Natur gering halten

Umweltminister Dr. Till Backhaus hat sich heute ein Bild von den Bauarbeiten an der EUGAL-Gastrasse zwischen Stolpe an der Peene und Ferdinandshof gemacht. Im Rahmen seines Besuches bekannte er sich klar zur Energiewende, sagte aber auch, dass eine sichere Erdgasversorgung für Deutschland und Europa ebenso unverzichtbar sei. Erdgas sei für ihn ein konventioneller Energieträger, der als Brücke ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien noch gebraucht wird.

16.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Damm- und Deichbau im Polder Bargischow gestartet

Die Renaturierung des Teilpolders Bargischow wird fortgesetzt. Heute setzten Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern, und Daniela Degen-Lesske, Geschäftsführerin der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, gemeinsam mit Steffen Ebert, Communications Manager Germany der Nord Stream 2 AG, sowie Michael Sack, Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald, den offiziellen Spatenstich für den Beginn der Damm- und Deichbauarbeiten im Poldergebiet, das sich östlich von Anklam befindet. Die planfestgestellte Naturschutzmaßnahme ist Bestandteil des Kompensationskonzeptes für die Nord Stream 2 Pipeline.

16.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Ärztliche Versorgung auf dem Land: Gesundheitszentrum für Friedland

Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum erfordert auf Grund der demografischen Entwicklung neue Wege. In Friedland will die Hausärztin Monique Salchow-Gille ein ambulantes Gesundheitszentrum errichten und betreiben, um den alternden Menschen eine wohnortnahe Versorgung zu bieten. Unterstützt wird sie dabei von der Lokalen Arbeitsgruppe der LEADER-Region Mecklenburg-Strelitz, die das Projekt zur Förderung aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für ländliche Entwicklung (ELER) vorschlug. Heute hat Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus sich vor Ort über das Projekt informiert und der Investorin einen Zuwendungsbescheid über 400.000 Euro übergeben.

16.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Die Umwelt im Blick: Landwirte reagieren auf Verbraucherwünsche

Landwirte investieren trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten zunehmend in den Umwelt- und den Klimaschutz. Das geht aus den Anträgen zum Agrarförderungsprogramm (AFP) hervor. Mit dem Geld sollen Betriebe unterstützt werden, die besonders umwelt- und klimaschonend und tiergerecht agieren.

15.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Für gesunde Gewässer: Filterleistung von Kläranlagen verbessert

Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute die Baustelle der Zusatzfiltration für das Klärwerk Bergen des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasser­behandlung Rügen (ZWAR) besichtigt. Die Errichtung der Zusatzfiltration ist eine von mehreren Maßnahmen, mit denen Nord Stream 2 den Eingriff in die küsten­nahen Ostseegewässer zu kompensieren hat. Durch den zusätzlichen Sandfilter soll sich der Stickstoff­eintrag in den Kleinen Jasmunder Bodden um rund 16 Tonnen pro Jahr verringern.

11.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Polder Bargischow: Damm- und Deichbauarbeiten starten

Am kommenden Dienstag, dem 16. Juli 2019, 12.30 Uhr, findet der offizielle Spatenstich für den Beginn der Damm- und Deichbauarbeiten im Teilpolder Bargischow östlich von Anklam statt. Der neue Versorgungsdamm ist Grundlage für die Renaturierung von ca. 440 Hektar Polderfläche. Die Renaturierungsmaßnahme ist Bestandteil des Kompensationskonzeptes für das Nord Stream 2- Projekt.

11.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Europäischer Flussbadetag „Big Jump“ am 14. Juli am Schaalsee

Big Jump 2019

Am kommenden Sonntag, den 14. Juli 2019, findet der Europäische Flussbadetag „Big Jump“ statt. Ab 11 Uhr sind alle Interessierten zum gemeinsamen „Big Jump“ mit LUNG-Direktor Dr. Harald Stegemann in das Strandbad Zarrentin am Schaalsee eingeladen.

11.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Land investiert 5 Millionen Euro für Sturmflutschutz vor Hiddensee

In der Ostsee vor der Ortslage Vitte auf der Insel Hiddensee wurde für rund 5 Millionen Euro ein neues Buhnensystem aus fast 10.000 Pfählen gebaut, um die Orte Vitte und Kloster wirksam vor schweren Sturmfluten mit einem Hochwasserstand von bis zu 2,60 Meter zu schützen. Bereits 2015 waren dazu Strand und Schorre (unter Wasser liegender Vorstrand) aufgespült worden. Seit Oktober 2018 wurde nun auch das Buhnensystem erneuert. Umweltminister Dr. Till Backhaus hat sich heute vor Ort von der Maßnahme ein Bild gemacht.

10.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Mecklenburg-Vorpommern will mehr Forstwirte ausbilden

Mecklenburg-Vorpommern möchte mehr Forstwirte ausbilden. Dafür plant die Landesforstanstalt die bislang 20 Ausbildungsstellen pro Jahr noch in diesem Jahr auf 30 zu erhöhen. Dies kündigte der zuständige Forstminister Dr. Till Backhaus heute in Güstrow an. Dort beglückwünschte er im Rahmen einer feierlichen Freisprechung 23 Forstwirte zum erfolgreichen Abschluss ihrer dreijährigen Berufsausbildung.