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„Standortvorteil“: Zehn Prozent der Wälder in MV sind stillgelegt

Nr.096/2019  | 17.04.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

In Mecklenburg-Vorpommern findet schon heute auf über neun Prozent der Waldfläche keine Holznutzung mehr statt. Damit wird das Ziel der im Oktober 2007 verabschiedeten Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt bis 2020 fünf Prozent der deutschen Waldfläche einer natürlichen Entwicklung zu überlassen, in Mecklenburg-Vorpommern bereits übererfüllt.

„Mecklenburg-Vorpommern ist bekannt dafür, dass wir unsere Verpflichtungen im Naturschutz umfassend und sehr weitgehend wahrnehmen. Dafür ist einerseits die Verantwortung gegenüber unseren nachfolgenden Generationen ausschlaggebend, aber auch die Erkenntnis, dass eine intakte Natur für Menschen und Unternehmen ein wichtiger Standortfaktor ist, sich in unserem Land dauerhaft niederzulassen. In den vergangenen Jahren haben wir sukzessive Waldgebiete unter Schutz gestellt und uns im bundesweiten Vergleich eine Vorreiterrolle erarbeitet“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Er verwies in diesem Zusammenhang auf die dritte Bundeswaldinventur von 2012. Demnach verfüge Mecklenburg-Vorpommern über eine Waldfläche von 51.958 Hektar, die ohne Holznutzung ist. Das entspreche 9,9 Prozent der Gesamtwaldfläche. Damit habe Mecklenburg-Vorpommern bundesweit den höchsten Anteil in den Flächenländern an stillgelegten Wäldern.

„Ich rechne damit, dass die nächste Bundeswaldinventur noch höhere Flächenstilllegungen im Wald ermitteln wird, da die drei Nationalparke des Landes sowie die Wälder des Nationalen Naturerbe, für die die ökonomische Nutzung ausgeschlossen ist, bei der Bundeswaldinventur 3 nur teilweise erfasst wurden.“

Darüber hinaus spielt der Naturschutz in den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns eine wichtige Rolle: Von den 235 im Land ausgewiesenen Flora-Fauna-Habitat-Gebiete existieren in 207 Waldflächen. Auch von den 286 Naturschutzgebieten (91.600 ha) sind 105 Gebiete (30.000 ha) mit verschiedensten Waldformen bestockt. Hinzu kommen 36 Naturwaldreservate mit einer Waldfläche von etwa 1.550 ha.

Und auch auf dem „internationalen Parkett“, so Backhaus, „finden die Naturschönheiten des Landes Anerkennung“. So befinden sich 2 der 15 Buchenwaldgebiete der UNESCO-Weltnaturerbestätte „Buchenwälder der Karpaten und alte Buchenwälder Deutschlands“ in Mecklenburg-Vorpommern, im Serrahner Teil (268 ha) des Müritz-Nationalparks und im Nationalpark Jasmund (493 ha).

Besonders erfreut zeigt sich der Minister über das große gesellschaftliche Interesse an der Zukunft der Wälder. Im April 2016 wurde unter Zustimmung von über 30 Verbänden, Vereinen und Institutionen das Landeswaldprogramm 2016 beschlossen. „Für mich bilden die wissensbasiert getroffenen Empfehlungen der Verbände eine maßgebliche Orientierung für die strategische Ausrichtung der Waldpolitik bei uns im Land.“ 

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18.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Schaf- und Ziegenhalter nutzen höhere Förderung der Beweidung

Für die Beweidung von extensiv genutztem Dauer­grünland in den Wolfsgebieten mit Schafen und Ziegen hat Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr die Zuwendungsbeträge erhöht. Insgesamt haben 22 Schafhalter diese Möglichkeit genutzt. Es sind ca. 860 Hektar betroffen.

16.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

EUGAL-Gastrasse: Eingriff für Mensch und Natur gering halten

Umweltminister Dr. Till Backhaus hat sich heute ein Bild von den Bauarbeiten an der EUGAL-Gastrasse zwischen Stolpe an der Peene und Ferdinandshof gemacht. Im Rahmen seines Besuches bekannte er sich klar zur Energiewende, sagte aber auch, dass eine sichere Erdgasversorgung für Deutschland und Europa ebenso unverzichtbar sei. Erdgas sei für ihn ein konventioneller Energieträger, der als Brücke ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien noch gebraucht wird.

16.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Damm- und Deichbau im Polder Bargischow gestartet

Die Renaturierung des Teilpolders Bargischow wird fortgesetzt. Heute setzten Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern, und Daniela Degen-Lesske, Geschäftsführerin der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, gemeinsam mit Steffen Ebert, Communications Manager Germany der Nord Stream 2 AG, sowie Michael Sack, Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald, den offiziellen Spatenstich für den Beginn der Damm- und Deichbauarbeiten im Poldergebiet, das sich östlich von Anklam befindet. Die planfestgestellte Naturschutzmaßnahme ist Bestandteil des Kompensationskonzeptes für die Nord Stream 2 Pipeline.

16.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Ärztliche Versorgung auf dem Land: Gesundheitszentrum für Friedland

Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum erfordert auf Grund der demografischen Entwicklung neue Wege. In Friedland will die Hausärztin Monique Salchow-Gille ein ambulantes Gesundheitszentrum errichten und betreiben, um den alternden Menschen eine wohnortnahe Versorgung zu bieten. Unterstützt wird sie dabei von der Lokalen Arbeitsgruppe der LEADER-Region Mecklenburg-Strelitz, die das Projekt zur Förderung aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für ländliche Entwicklung (ELER) vorschlug. Heute hat Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus sich vor Ort über das Projekt informiert und der Investorin einen Zuwendungsbescheid über 400.000 Euro übergeben.

16.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Die Umwelt im Blick: Landwirte reagieren auf Verbraucherwünsche

Landwirte investieren trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten zunehmend in den Umwelt- und den Klimaschutz. Das geht aus den Anträgen zum Agrarförderungsprogramm (AFP) hervor. Mit dem Geld sollen Betriebe unterstützt werden, die besonders umwelt- und klimaschonend und tiergerecht agieren.

15.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Für gesunde Gewässer: Filterleistung von Kläranlagen verbessert

Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute die Baustelle der Zusatzfiltration für das Klärwerk Bergen des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasser­behandlung Rügen (ZWAR) besichtigt. Die Errichtung der Zusatzfiltration ist eine von mehreren Maßnahmen, mit denen Nord Stream 2 den Eingriff in die küsten­nahen Ostseegewässer zu kompensieren hat. Durch den zusätzlichen Sandfilter soll sich der Stickstoff­eintrag in den Kleinen Jasmunder Bodden um rund 16 Tonnen pro Jahr verringern.

11.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Polder Bargischow: Damm- und Deichbauarbeiten starten

Am kommenden Dienstag, dem 16. Juli 2019, 12.30 Uhr, findet der offizielle Spatenstich für den Beginn der Damm- und Deichbauarbeiten im Teilpolder Bargischow östlich von Anklam statt. Der neue Versorgungsdamm ist Grundlage für die Renaturierung von ca. 440 Hektar Polderfläche. Die Renaturierungsmaßnahme ist Bestandteil des Kompensationskonzeptes für das Nord Stream 2- Projekt.

11.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Europäischer Flussbadetag „Big Jump“ am 14. Juli am Schaalsee

Big Jump 2019

Am kommenden Sonntag, den 14. Juli 2019, findet der Europäische Flussbadetag „Big Jump“ statt. Ab 11 Uhr sind alle Interessierten zum gemeinsamen „Big Jump“ mit LUNG-Direktor Dr. Harald Stegemann in das Strandbad Zarrentin am Schaalsee eingeladen.

11.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Land investiert 5 Millionen Euro für Sturmflutschutz vor Hiddensee

In der Ostsee vor der Ortslage Vitte auf der Insel Hiddensee wurde für rund 5 Millionen Euro ein neues Buhnensystem aus fast 10.000 Pfählen gebaut, um die Orte Vitte und Kloster wirksam vor schweren Sturmfluten mit einem Hochwasserstand von bis zu 2,60 Meter zu schützen. Bereits 2015 waren dazu Strand und Schorre (unter Wasser liegender Vorstrand) aufgespült worden. Seit Oktober 2018 wurde nun auch das Buhnensystem erneuert. Umweltminister Dr. Till Backhaus hat sich heute vor Ort von der Maßnahme ein Bild gemacht.

10.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Mecklenburg-Vorpommern will mehr Forstwirte ausbilden

Mecklenburg-Vorpommern möchte mehr Forstwirte ausbilden. Dafür plant die Landesforstanstalt die bislang 20 Ausbildungsstellen pro Jahr noch in diesem Jahr auf 30 zu erhöhen. Dies kündigte der zuständige Forstminister Dr. Till Backhaus heute in Güstrow an. Dort beglückwünschte er im Rahmen einer feierlichen Freisprechung 23 Forstwirte zum erfolgreichen Abschluss ihrer dreijährigen Berufsausbildung.