Friedländer Große Wiese: Land berät nachhaltige Nutzungskonzepte

Nr.294/2019  | 22.11.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Die Friedländer Große Wiese (FGW) bei Ferdinandshof südlich von Anklam gehörte mit ihrer Fläche von rd. 10.000 Hektar einst zu den größten Niedermooren Deutschlands. Die moortypischen Eigenschaften hat sie jedoch längst verloren.

Um sie landwirtschaftlich nutzen zu können, wird sie bereits seit Jahrhunderten entwässert. Dadurch kam das Wachstum von moorbildenden Torfmoosen bereits im 18. Jahrhundert zum Erliegen. Im 20. Jahrhundert wurde die Entwässerung des Gebietes vorangetrieben welche ihren Höhepunkt zwischen 1957 und 1966 erreichte.

Moorböden sind für bestimmte intensive landwirtschaftliche Nutzungen, vor allem für den Ackerbau nicht geeignet. Diese Bewirtschaftung greift tief in die Struktur des Moorkörpers ein. Der Torf mineralisiert (zersetzt sich) und sackt insbesondere auch durch die fehlende Durchfeuchtung in sich zusammen. Dadurch ist die Oberfläche bereits um bis zu 2,5 Meter abgesackt.

„Dieses Problem lässt sich auch nicht durch Zuschusswasser aus der Peene lösen, wie es von vielen Landwirten in der Region gefordert wird“ sagt Minister Dr. Till Backhaus nach intensiver Analyse der Problematik in seinem Hause. „Wir brauchen eine nachhaltige Wertschöpfung auf Moorböden, die auch die vielfältigen Ansprüche von Natur-, Boden- und insbesondere des Klimaschutzes berücksichtigt.“

Durch die Zersetzung der Pflanzenmasse wird klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) frei, was dazu führt, dass Moore zu den größten CO2-Emittenten in Deutschland gehören. Von der FGW allein werden jährlich 37 Tonnen CO2 abgegeben.

Da eine tragfähige Lösung nur gemeinsam mit den Beteiligten entwickelt werden kann, hat Minister Dr. Backhaus ein Runden Tisch initiiert, zu dem u.a. Landwirte, Interessensvertreter und Verbände eingeladen sind, um gemeinsam mit den zuständigen Behörden über erste Schritte in diese Richtung zu diskutieren.

Zu einem anschließenden Pressegespräch laden wir Medienvertreter herzlich ein!

Ort und Zeit:

Mittwoch, dem 27. November 2019, 13 Uhr,

Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt

Vorpommern, Kastanienallee 13, 17373 Ueckermünde

 

Das Pressegespräch findet um 13 Uhr im 1. Stock des Gebäudes statt. Medienvertreter werden am Haupteingang in Empfang genommen.

Für die Vorbereitung bitte ich um formlose Anmeldung bis zum 26. November unter: e.klaussner-ziebarth@lm.mv-regierung.de