Neuer Leiter des StALU Westmecklenburg im Dienst

Nr.291/2021  | 04.10.2021  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

 

Zum 1. Oktober 2021 erfolgte ein Wechsel der Leitung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Westmecklenburg mit Sitz in Schwerin. Der 39-jährige Volljurist Henning Remus übernimmt den Posten von Dr. Regina Rinas, die zum 01.07.2021 nach elf Jahren an der Spitze des StALU in den Ruhestand gegangen ist. Heute (4.10.) wird Remus von Agrarstaatssekretär Dr. Jürgen Buchwald offiziell ins Amt eingeführt.

Auch Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus gratulierte Herrn Remus zum Amtsantritt: „Ich bin überzeugt, dass wir mit Herrn Remus einen würdigen Nachfolger für Frau Dr. Rinas gefunden haben. Er hat bereits einige Jahre auf unterschiedlichen Posten im StALU Westmecklenburg gearbeitet und kennt die vielfältigen, anspruchsvollen und vor allem verantwortungsvollen Aufgaben, die nun auf ihn warten. Ich bin mir sicher, dass Herr Remus diese aufgrund seiner Erfahrung und seines Engagements sehr gut ausfüllen wird und das StALU Westmecklenburg auch künftig als wichtigen und zuverlässigen Partner für Landwirtschaft, Wirtschaftsunternehmen, Kommunen, Umwelt- und Naturschutzverbände sowie Bürgerinnen und Bürger der Region weiterentwickeln wird.“

Nach Abschluss des Jurastudiums in Rostock und einem Referendariat am Oberlandesgericht MV begann der gebürtige Rostocker 2013 in Schwerin als Fachjustitiar im StALU. 2015 wurde ihm die Leitung der Fachabteilung „Immissions- und Klimaschutz, Abfall- und Kreislaufwirtschaft“ und 2017 die Leitung der Allgemeinen Abteilung sowie des Justitiariats des StALU übertragen. Im Oktober 2020 wechselte er als Leiter der Abteilung „Zentrale Dienste“ an die Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern, um jetzt wieder an das StALU zurückzukehren.

Backhaus dankte zudem Frau Dr. Rinas für die jahrelange „hervorragende und vertrauensvolle“ Zusammenarbeit: „Frau Dr. Rinas hat sich nie in den Vordergrund gedrängt und war dennoch stets präsent und für die Mitarbeiter auch in schwierigen Situationen immer ansprechbar. Bei der Umsetzung politischer Vorgaben hatte sie ein besonders gutes Gespür für die heimische Landwirtschaft, die vielfältigen Umweltbelange und die Bevölkerung. Sie war geprägt von einer ausgesprochenen Liebe zu ihrer mecklenburgischen Heimat und betrachtete sich und ihr Tun als Amtsleiterin leidenschaftlich als Dienstleisterin für die Region“, so der Minister.

Als Meilensteine und Herausforderungen ihrer Amtszeit nannte er die Bewältigung der Extremhochwasserereignisse an der Elbe im Januar 2011 und Juni 2013. In der Folge wurde ein neues Hochwasserschutzkonzept aufgestellt und mit der praktischen Umsetzung begonnen, was auch eine maßgebliche Schwerpunktaufgabe des StALU WM in den nächsten Jahren bleiben wird. Auch erinnerte er an das Dürrejahr 2018. Das StALU WM war landesweit für die Auszahlung der Dürrehilfen zuständig. Im Naturschutz schlugen die Freiwilligen Vereinbarungen zur Umsetzung der Ziele des europäischen Naturschutzes zeitweise hohe Wogen, insbesondere in der Wismarbucht und am Schweriner See, die auch mit Hilfe des diplomatischen Geschicks von Frau Dr. Rinas geglättet werden konnten. Das StALU WM nimmt mit 4 derartigen Vereinbarungen mit Abstand eine Vorreiterrolle im Land ein.

Hintergrund:

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Westmecklenburg ging 2010 aus der Zusammenlegung der Ämter für Landwirtschaft Wittenburg und Parchim sowie des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur Schwerin hervor. Dienstsitz ist Schwerin. Zum Amtsbereich gehören die Landeshauptstadt Schwerin sowie die Landkreise Ludwigs­lust-Parchim und Nordwestmecklenburg.

210 Beschäftigte sind in ein breites Aufgabenspektrum eingebunden:

  • Allgemeine Angelegenheiten
  • Landwirtschaft/ EU-Förderangelegenheiten
  • Integrierte ländliche Entwicklung
  • Naturschutz
  • Wasser und Boden
  • Immissions- und Klimaschutz
  • Abfall- und Kreislaufwirtschaft

Im Zuständigkeitsbereich des StALU Westmecklenburg haben 1.530 Landwirtschaftsbetriebe ihren Sitz. Das sind rund ein Drittel der aktuellen Antragsteller auf Betriebs­prämien in ganz MV.

Alleinstellungsmerkmal des StALU WM ist die Förderung der landesweiten einzelbetrieblichen Investitionen der Land- und Ernährungswirtschaft, der gewerblichen Kleinstunter­nehmen im ländlichen Raum, des Kleingartenwesens sowie von Projekten im Rahmen der Europäischen Innovations­partnerschaften. Auch die Förderanträge von umwelt­schonenden Produktionsverfahren für den Obst- und Gemüsebau des ganzen Landes werden im Amt bearbeitet, da die Mehrzahl dieser Unternehmen ihren Betriebssitz in Westmecklenburg haben.

Das Amt ist zudem staatliche Bauverwaltung für über 120 km Deiche an der Elbe und der Küste Nordwestmecklen­burgs sowie für zahlreiche andere wasserwirtschaftliche Anlagen (Sperrwerke, Siele, Polder mit Schöpfwerken), die in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten sind.

www.stalu-mv.de/wm