Land hält bei Wolfs-Übergriffen Notfallausrüstung für Tierhalter bereit

Nr.145/12  | 19.07.2012  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Auf dem Gelände der Naturparkverwaltung des Naturparkes Nossentiner/Schwinzer Heide in Karow hat heute der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Till Backhaus, den Endbericht zur Kooperationsvereinbarung "Herdenschutz vor Wölfen" zwischen dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie und der Naturschutzorganisation WWF vorgestellt. Seit einigen Jahren werden in Mecklenburg-Vorpommern immer wieder Wölfe beobachtet bzw. nachgewiesen. Seit 2007 gab es im Land 14 Übergriffe auf Nutztiere, die durch Wölfe verursacht wurden oder für die der Wolf als Verursacher nicht auszuschließen ist. Dabei wurden 86 Nutztiere getötet, 28 verletzt. Bis jetzt hat das Land 25.000 Euro an Kompensationsleistungen an die betroffenen Nutztierhalter gezahlt.

Ein Jahr lang haben die Experten zusammen mit dem WWF und dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie beraten, wie im Land künftig Angriffen durch Wölfe möglichst weitgehend vorgebeugt werden kann und wie auf Schäden, die durch den Wolf an Nutztieren verursacht wurden, umgehend zu reagieren ist. Die Maßnahmen:

  • Im Naturpark Nossentiner-Schwinzer Heide und im Müritz-Nationalpark hält das Land eine entsprechende Notfallausrüstung bereit. Dazu gehören acht Weidezaungeräte, 2000 Meter Elektronetz-Zäune, 2000 Meter Lappzaun, Flatterband, 400 Zaunpfähle, 500 Meter Trassierband, acht Baustellenlichter.

Backhaus: "Diese Hilfen können betroffene Tierhalter sofort in Anspruch nehmen. Das ist wichtig, denn Wölfe kehren oft innerhalb weniger Tage mehrfach an den Ort zurück, an dem sie Beute gemacht haben."

Die Ausrüstung wurde in enger Abstimmung mit dem Land Brandenburg ausgewählt, um gegebenenfalls unkompliziert länderübergreifend helfen zu können. Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung mit dem WWF stehen darüber hinaus nun sieben Zaunprüfgeräte und acht Fotofallen für einen Einsatz vor Ort bereit.Die Kooperationsvereinbarung beinhaltete einen Kostenumfang von 20.000 Euro, die die Naturschutz-Organisation WWF bereitgestellt hat. Künftig soll es außerdem Schulungen von Tierhaltern zum Herdenschutz mit Hunden sowie Seminare von Erstberatern zum Einsatz der Weidetechnik geben. Die erste derartige Veranstaltung findet im August dieses Jahres statt.

Zudem wird heute die Internetseite www.wolf-mv.de freigeschaltet, die an der TU Dresden im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern erstellt wurde.

Hintergrund:

In Mecklenburg-Vorpommern sind Einzelwölfe in der Ueckermünder Heide, der Lübtheener Heide, im Einzugsbereich der Kyritz-Ruppiner Heide und zuletzt im Nationalpark Müritz nachgewiesen. Bereits 2010 gab es für Schafhalter Seminare zum Herdenschutz. Ebenfalls seit 2010 hat das Land einen Wolf-Managementplan, der verschiedene Maßnahmen vorsieht, so beispielsweise Maßnahmen zur Schadensbegrenzung, Konfliktbewältigung sowie zum Monitoring, zur Forschung und Öffentlichkeitsarbeit. Ebenfalls vorgesehen sind eine finanzielle Unterstützung bei vorbeugenden Schutzmaßnahmen sowie Kompensationszahlungen für Schäden an Nutztieren, für die ein Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann.

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