Erster Spatenstich zur Renaturierung des Stubbenbrooker Moores

Nr.224/2012  | 01.11.2012  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich verschlossen am 1. November der Landwirtschafts- und Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, der Geschäftsführer der Stadtwerke Schwerin, Dr. Josef Wolf, sowie der Vorstand der Landesforst MV Sven Blomeyer die Entwässerungskanäle des Stubbenbrooker Moores bei Warin. Damit leiteten sie die Renaturierung des 4,8 ha großen Quellmoores im Naturpark Sternberger Seenland ein, das vor Jahrzehnten trocken gelegt wurde.

Dr. Till Backhaus würdigte das Engagement der Stadtwerke Schwerin bei dieser Umweltmaßnahme: "Nach dem ersten Spatenstich im Projekt Polder Kieve im Sommer dieses Jahres ist dies heute schon das zweite Projekt, das dank des freiwilligen Engagements von Unternehmen realisiert wird. Die Moorrenaturierung hier im Mankmooser Holz ist ein weiterer Teil des national wie international anerkannten und ausgezeichneten Instruments der klimaschonenden Landschaftsgestaltung." Die Investition in Moorprojekte bewirke, dass die Moore ihre ursprüngliche Funktion wieder erfüllen können. Wiedervernässte Moore ersparen der Atmosphäre bis zu 35 Tonnen CO2-Äquivalente pro Hektar im Jahr.

Mecklenburg-Vorpommern ist mit 300.000 Hektar eines der moorreichsten Bundesländer; doch nur ca. 39.000 ha davon sind noch naturnah. Der überwiegende Teil wird mehr oder weniger intensiv bewirtschaftet. Doch die dafür notwendige Absenkung des Wasserstandes führte zu erheblichen Kohlendioxidemissionen. Infolgedessen werden jährlich allein in MV 6,2 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalente ausgestoßen, die die Atmosphäre belasten und den Klimawandel negativ befördern.

Dem soll mit der Wiedervernässung von Moorgebieten begegnet werden. Durch die dauerhafte Anhebung des Wasserstandes lassen sich die Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren. Außerdem filtern Moore Nährstoffe aus dem durchfließenden Wasser, tragen so zur Verbesserung der Wasserqualität bzw. Reinhaltung von Seen und Flüssen bei. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Ansiedlung von moortypischen Pflanzen und die Schaffung von neuem Lebensraum für viele inzwischen selten gewordene Tiere. Schließlich wirken Moore durch den Tau- und Verdunstungszyklus, insbesondere in den Sommermonaten, positiv auf das regionale Klima ein.

" Wir werden uns im Umwelt- und Klimaschutz weiter engagieren und unsere Zuverlässigkeit und Kompetenz unter Beweis stellen. Ein solches Engagement wird sich früher oder später auch für unsere Kunden auszahlen. Deshalb machen wir uns für den Schutz und die Wiederherstellung von natürlichem Lebensraum stark", erläutert Dr. Wolf die Mitwirkung an diesem Projekt. Weitere Projekte seien bereits in der Planung.


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