Minister Backhaus: Zoos sind wichtig für Artenvielfalt und Umweltbildung

Nr.238/2013  | 02.08.2013  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Von der Präsentation ganzer Ökosysteme bis zu der einheimischer Haus- und Nutztiere reicht die Palette der Zoos in Mecklenburg-Vorpommern. "Noch nie waren Zoos so vielfältig wie heute", betonte Umweltminister Dr. Till Backhaus zum 3. Landeszootag am Sonnabend, auf dem er drei Einrichtungen besucht. Der Tierpark Ueckermünde, der Vogelpark Marlow und der Naturerlebnispark Mühlenhagen seien Beispiele dafür. "Sie sind ein wirksames und dringend benötigtes Instrument zur Bewahrung der Artenvielfalt", so der Minister weiter, "sei es durch direktes Naturschutz-Engagement, durch Zuchtprogramme oder durch Bewusstseinsbildung mit Hilfe lebender "Botschafter" aus der Tierwelt."

Der 3. Landeszootag, veranstaltet vom Landeszooverband, ist einmalig in Deutschland. Er mache auch deutlich, welche Bedeutung der Bildung in den Zoos beigemessen wird. Am Wochenende vor dem Schulbeginn besuchen traditionsgemäß viele Kinder die Zoos. Führungen, Zootierpfleger-Sprechstunden stehen auf dem Programm; für die ABC-Schützen gibt es Zuckertütenfeste. "Das Thema Umweltbildung liegt mir natürlich besonders am Herzen. Die Angebote in den Zoos und Tiergärten, insbesondere in den Zooschulen, sind eine wichtige Ergänzung und Bereicherung des Schulunterrichtes", so Dr. Backhaus. Aktuell wird von Mitarbeitern des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz und des Bildungsministeriums M-V die alte "Zooschulrichtlinie" überarbeitet und den aktuellen Bedürfnissen der Schüler und der Pädagogen angepasst.

Der Umweltminister bekräftigt, dass die Landesregierung die Zoos und ihre Bildungs- und Tourismusangebote mit allen Möglichkeiten unterstütze. Seit 2004 flossen für 21 Vorhaben in den zoologischen Einrichtungen Mittel aus europäischen, Bundes- und Landesfonds in Höhe von 33,87 Mio. EUR; sie förderten ein Investitionsvolumen von 43,35 Mio. EUR.

Auch über die LEADER-Aktionsgruppe werden Zoos gefördert. So konnten durch die Aktionsgruppe Nordvorpommern von 2007 bis 2013 Investitionen von 1,2 Mio. Euro durch ca. 745.000 Euro unterstützt werden. Ein Beispiel ist der Vogelpark Marlow, der für den Wassergeisterspielbereich ca. 50.000 Euro erhielt, für die Umgestaltung der Großraumvoliere "Vorpommersche Boddenlandschaft" flossen 102.223 €.

Viele Zoos in M-V sind auch FÖJ-Einsatzstelle. Von den 149 FÖJlern dieses Jahres arbeiten acht in solchen Einrichtungen. Im Zoo Ueckermünde leisten auch junge Polen ein Freiwilligenjahr.

Tierpark Ueckermünde

Aquarienfreunde der Stadt gründeten 1962 den Tierpark Ueckermünde und legten im gleichen Jahr den Grundstein für das erste Gebäude, das "Brehmhaus. Es entstanden eine Anlage für Braunbären, Wölfe und Luchse sowie begehbare Gehege wie der "Affenwald" mit Berberaffen und der "Hirschgarten" mit Mufflons, Rotwild und Damwild sowie Eulenvolieren. 1991 übernahm der Freundeskreis Tierpark Ueckermünde e.V. den Tierpark als Betreiber. In den folgenden Jahren wurde die Großkatzenhaltung zugunsten der Afrikanischen Löwen.

1996 öffnete das neue Eingangsgebäude, eine Fischotter-anlage mit Unterwassereinblick wurde gebaut. Das "Brehm-Haus" präsentierte sich im August 2012 nach Rekonstruktion als "Haff-Aquarium" und zeigte nun eine Auswahl heimischer Fische. 2013 wurden eine große Wolfsanlage im Erweiterungsgelände und eine Anlage für Europäische Sumpfschildkröten fertig gestellt. Heute umfasst der Tierbestand etwa 400 Tiere in 100 verschiedenen Arten.

Biologie-Unterricht im Tierpark und kommentierte Schaufütterungen bei Löwen, Fischottern und anderen Tierarten vermitteln Kenntnisse zum Artenschutz. Eine Eiszeitlandschaft vermittelt Eindrücke über die Entstehung der Region und anhand der verwendeten Photovoltaik werden dort auch zukunftsweisende Technologien vorgestellt. Im ZOOlarium findet man interessante Informationen über die eiszeitliche Entstehungsgeschichte der Region am Stettiner Haff oder über die Nutzung von Sonnenenergie durch den Menschen und in der Natur.

Der Vogelpark Marlow

Am 2.7.1994 öffnete der Vogelpark Marlow seine Tore für die Besucher. Zu diesem Zeitpunkt waren acht Hektar erschlossen, auf denen die Besucher Weißstörche, Strauße, Kraniche, Papageien und die Tiere des Streichelzoos erleben konnten. Inzwischen ist der Park nicht nur räumlich auf 22 Hektar gewachsen, sondern auch in seiner Artenvielfalt. Heute können die Besucher nicht nur verschiedene Vögel aus aller Welt bewundern, wie zum Beispiel den Blauhalsstrauß aus Afrika oder den frechen Kea, einen in Neuseeland beheimateten Bergpapagei, sondern auch Kängurus und die Sonnen anbetenden Kattas und rote Varis aus Madagaskar, Antilopen aus Afrika, Affen und Alpakas aus Südamerika und Präriehunde aus Nordamerika.

Der Vogelpark Marlow ist eine der wenigen zoologischen Einrichtungen in M-V, die keine Zuschüsse der öffentlichen Hand (Stadt, Kreis, Land, Bund) für die Betriebskosten erhalten. Der größte Teil der Tieranlagen ist für die Besucher begehbar und bieten somit einmalige Möglichkeiten, Tiere ganz nah zu erleben. Ein besonderes Erlebnis ist die sehenswerte Greifvogelflugschau, die täglich stattfindet.

Naturerlebnispark Mühlenhagen

Im Tollensetal bei Altentreptow wurde ab Sommer 1993 der ca. 40 Hektar große Naturerlebnispark in Mühlenhagen errichtet. Träger ist der Förderverein Naturerlebnispark Tollensetal e.V., der 1994 einen Teil des Tierbestandes aus dem Heimattierpark Altentreptow übernahm. Vorwiegend werden einheimische Haus- und Wildtiere in natürlichen Lebensräumen gehalten. Im Bestand sind 74 Tierarten mit ca. 650 Tieren. Neben Rotwild und Damwild, Ziegen leben hier auch seltene Haustierrassen. Zu letzteren gehören die Skuddenschafe, deren Zucht sich die Einrichtung widmet. Durch die Landschaft, in die der Park eingebettet ist, ist ein Besuch zugleich ein kulturhistorisches Erlebnis. Besonderheiten sind Trockenrasenflächen, sandige Hügel, große Wildwiesen, Teiche und der Goldbach als Fließgewässer mit Eisvögeln, Bachforellen und Neunaugen, Bibern, Fischottern und als Wintergast der Wasseramsel. Kulturhistorisch sind die Wind- und Wassermühle, der Hohlweg, das Hügelgrab, die kilometerlangen Natursteinmauern und das Bronzezeit- Ausgrabungsfeld im Tollensetal interessant.

Das Umweltengagement reicht von der Betreuung verletzter Wildtiere über die Wiederaussiedlung von Störchen und Greifvögeln bis zur Zucht bedrohter Rassen, der Durchführung von Naturschutzcamps, speziellen Führungen oder Spurensuchseminaren.


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