Bleifreie Jagd ab 01. April 2014 auf allen Landesflächen

Nr.078/14  | 22.03.2014  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Seit 10 Jahren besteht der Arbeitskreis der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in M-V. Mit 210 Mitgliedern, davon 167 Jagdgenossenschaften und 39 Eigenjagdbesitzer, sind sie mit einer Fläche von 214.000 ha, also 11 % der Jagdfläche, in M-V vertreten. „Durch die Jagd wird die Lebensgrundlage für artenreiches und gesundes Wild erhalten. Aus diesem Grunde ist es besonders wichtig, die Achtung gegenüber dem Wild zu wahren und sich sittlich sowie moralisch und weidgerecht zu verhalten. Nur so können wir die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Jagd verstetigen“, hielt Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz heute auf der Mitgliederversammlung des Arbeitskreises fest.

Ein weiteres Thema war die Verwendung bleihaltiger Geschosse für die Jagd. „Wir stehen hier vor der großen Frage, ob es verantwortbar und notwendig ist weiterhin bleihaltige Munition zu verwenden, da Blei schon in geringsten Mengen schädlich sein kann. Dies ist nicht nur eine Frage des Naturschutz sondern auch des Verbraucherschutzes“, sagte der Minister. Untersuchungen von bleifreien Geschossen haben gezeigt, dass sie jagdtauglich sind. Daher stehen die Munitions- und Waffenhersteller in der Verantwortung, sichere und effektive Munition zu garantieren. „Wir sind daher so weit, dass in M-V ab dem 01.04.2014 die Verwendung bleihaltiger Jagdgeschosse in den Verwaltungsbezirken der Landesforst nicht mehr gestattet ist. Natürlich hätte ich mir eine bundeseinheitliche Regelung gewünscht“, so der Minister. Damit reiht sich die Forstverwaltung des Landes in die Liste der Mehrzahl der Bundesländer ein, die bereits auf die Verwendung bleifreier Munition umgestellt haben.

Darüber hinaus wurde die Übernahme des Wolfs in das Jagdrecht besprochen. Es gibt zwar immer wieder Vorfälle, doch freilaufende Hunde stellen oft ein größeres Problem dar. „Der Wolf untersteht sehr strengen internationalen Schutznormen, so dass bei einer Überführung der Wolf ganzjährig geschont werden würde. Daher sind die vom Land geförderten Präventionsmaßnahmen wesentlich sinnvoller. Außerdem kommt rein rechnerisch ein Wolf in M-V auf über 4.600 km2. Das ist knapp das Doppelte des Saarlandes und zeigt, dass eine sachliche Diskussion angebracht ist“, unterstrich Dr. Backhaus. 

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