Landwirtschaft

Statistisches Datenblatt 2018

Statistische Daten zu Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Natur und Landschaft, Wasser und Boden sowie Verbraucherschutz in Mecklenburg-Vorpommern

Redaktionsschluss: Juli 2018

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Weltwassertag am 22. März

Wasserverbrauch der Mecklenburger und Vorpommern liegt mit durchschnittlich 100 Litern am Tag weiterhin erheblich unter dem Bundesdurchschnitt

Nr.19/2009  | 20.03.2009  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Zum diesjährigen Tag des Wassers teilt das Statistische Amt mit, dass der durchschnittliche Wasserverbrauch der privaten Haushalte (einschließlich Kleingewerbe) in Mecklenburg-Vorpom­mern auf 100 Liter je Einwohner und Tag im Jahr 2007 gesunken ist. Im Jahr 2004 waren es 102 Liter je Einwohner und Tag, 1991 sogar noch 156 Liter je Einwohner und Tag gewesen. Der Wasserverbrauch je Einwohner lag damit in Mecklenburg-Vorpommern erheblich unter dem Bundesdurchschnitt (2004: 126 Liter am Tag).
Nahezu jeder Einwohner des Landes ist an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen (99,7 Prozent). Im Jahr 2007 förderten die Wasserversorgungsunternehmen insgesamt 92,4 Millionen Kubikmeter Wasser, das waren 1,6 Millionen Kubikmeter oder 2 Prozent weniger als 2004.

Nach vorläufigen Ergebnissen der dreijährlichen Erhebung für 2007 entsorgten 86 Prozent der Mecklenburger und Vorpommern ihr Abwasser über die öffentliche Kanalisation. Im Jahr 2004 waren es 84 Prozent und 1991 sogar erst 65 Prozent gewesen. Das öffentliche Kanalnetz ist auf 14 359 Kilometer ausgebaut worden, das entspricht fast der Entfernung von Schwerin bis zum Südpol. Wegen der vergleichsweise geringen Bevölkerungsdichte und der vielen verstreuten Siedlungen in Mecklenburg-Vorpommern wird der Anschlussgrad hierzulande auch künftig deutlich unter dem Bundesdurchschnitt bleiben (2004: 95,5 Prozent).

Die Zahl der Einwohner ohne Anschluss an die öffentliche Kanalisation ist auf rund 231 000 gesunken. Sie leben überwiegend in kleinen Gemeinden mit weniger als 1 000 Einwohnern. Die nicht zentral angeschlossenen Einwohner im Land nutzen entweder Kleinkläranlagen oder abflusslose Gruben, deren Abwasser in der Regel ebenfalls in den öffentlichen Kläranlagen gereinigt wird.

Insgesamt wurden im Jahr 2007 etwa 70,0 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser über die öffentliche Kanalisation entsorgt und nahezu vollständig in öffentlichen Kläranlagen gereinigt. Zusätzlich wurden etwa 25,9 Millionen Kubikmeter Niederschlagswasser und so genanntes Fremdwasser, das zum Beispiel über Fehlanschlüsse und Undichtigkeiten über die Kanalisation in die Kläranlagen gelangt, behandelt. Insgesamt wurden in den 572 öffentlichen Kläranlagen des Landes 94,7 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt, zu 100 Prozent mit biologischen Behandlungsverfahren.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Birgit Weiß, Telefon 0385 4801-4431.

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Kuh auf Weide

Kuh auf Weide

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Mit der Produktion von Nahrungsmitteln und Rohstoffen bildet die Landwirtschaft die Basis des heutigen menschlichen Daseins. Dieses wäre ohne die landwirtschaftliche Urproduktion undenkbar. Die Landwirtschaft trägt ebenfalls zur Erhaltung der Kulturlandschaft bei.

In Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den letzten Jahrhunderten bis heute eine großstrukturierte Landwirtschaft mit leistungsfähigen Betrieben entwickelt. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche von rund 1,34 Mio. Hektar des Landes wird von rund 4.700 Betrieben mit über 25.000 Beschäftigten bewirtschaftet. Hohe Erträge im Pflanzenbau und hervorragende Leistungen in der Tierhaltung widerspiegeln die Qualität des Managements und der Fachkräfte in den Betrieben, unterstützt durch die guten Ausbildungsmöglichkeiten, durch die hiesigen Agrarforschung sowie das Know how der Agrarberatung.

Die Landwirtschaft ist in Mecklenburg-Vorpommern multifunktional aufgestellt. Schwerpunkte liegen deutlich im Pflanzenbau und der Produktion von Getreide und Ölfrüchten, die über 75 % der Anbaufläche einnehmen. Darüber hinaus werden Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben und Futterpflanzen angebaut. Die Veredlung landwirtschaftlicher Produkte als Beitrag zur Steigerung der Bruttowertschöpfung bedarf bei dem bundesweit geringsten Tierbesatz von nur 0,4 Großvieheinheiten je Hektar des weiteren Aufbaus.

Der ökologische Landbau erfolgt auf 9,2 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Damit ist unser Bundesland Spitzenreiter in Deutschland. Die Obst- und Gemüseproduktion auf über 4.000 Hektar stellt einen durchaus erfolgreichen und dynamischen sowie arbeitsintensiven Zweig mit hoher Flächenproduktivität dar. Der Bereich der nachwachsenden Rohstoffe und erneuerbarer Energien/Bioenergie ist im Wachstum begriffen. Über 100.000 ha werden für den Anbau nachwachsender Rohstoffe verwandt, der Bau und der Betrieb von Biogasanlagen bildet für landwirtschaftliche Unternehmen ein weiteres Standbein.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt fördert die landwirtschaftliche Entwicklung mit dem Ziel, am Markt ausgerichtete, wettbewerbsfähige und nachhaltig wirtschaftende landwirtschaftliche Unternehmen zu etablieren.