Aktuelle Pressemitteilungen

PhosphorCampus: Staatssekretär würdigt Forschung zur Rückgewinnung

Nr.360/2017  | 09.11.2017  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

„Phosphor ist eine begrenzt verfügbare Ressource. Weltweit wurde die Dringlichkeit dieser Tatsache erkannt. Ziel der Forschung ist es daher, Optionen für eine nachhaltige Phosphornutzung zu entwickeln sowie Methoden für die Phosphorrückgewinnung. Wir brauchen Lösungen für eine effizientere Nutzung, für Recycling und für die Rückgewinnung von Phosphor“ sagte der Staatssekretär für Umwelt und Landwirtschaft, Dr. Jürgen Buchwald, heute in Rostock-Warnemünde anlässlich des Symposiums Leibniz ScienceCampus Phosphorus Research im Leibniz-Institut für Ostseeforschung.

Jedes Jahr werden weltweit ca. 40 Mio. t Phosphat als mineralischer Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt. Insgesamt verwendet die Düngermittelindustrie 82 % der weltweit abgebauten Phosphate. Es gibt zum Phosphor keine Alternative, da er sich nicht synthetisch herstellen lässt. Vor diesem Hintergrund bekommt die Rückgewinnung von Phosphor z.B. aus Klärschlämmen eine große Bedeutung.

Mit der Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung vom 27. September 2017 ist in Paragraph 3 festgelegt: „Der Klärschlammerzeuger hat den in seiner Abwasserbehandlungsanlage anfallenden Klärschlamm möglichst hochwertig zu verwerten, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist. Hierbei sind die Rückgewinnung von Phosphor und eine Rückführung des gewonnenen Phosphors oder der phosphorhaltigen Klärschlammverbrennungsasche in den Wirtschaftskreislauf anzustreben.“ Ab 1. Januar 2029 besteht dazu eine gesetzliche Pflicht. Schätzungen zufolge könnte es möglich sein, dadurch 50 bis 60 % der Einfuhren zu ersetzen. Das neue Gesetz verpflichtet vor allem größere Abwasserbehandlungsanlagen zur Phosphorrückgewinnung.

Die Food and Agriculture Organization (FAO) der UNO rechnet damit, dass die globale Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln bis zur Mitte des Jahrhunderts um 70 % steigen wird. Diese Zahl verdeutlicht, welchen Stellenwert der Phosphor und die Forschungsarbeiten zu diesem Thema haben.

Laut Schätzungen werden die Weltreserven an Phosphor noch für etwa 300 Jahre reichen. Allerdings sei der natürliche Phosphor-Kreislauf sei durch die Düngung in der modernen Landwirtschaft aus dem Gleichgewicht geraten, denn ein Vielfaches an Phosphor werde über Mineraldüngung, Gülle, Klärschlamm und Mist in diesen Kreislauf eingeleitet, so der Staatsekretär. Buchwald verwies auch auf die Probleme des Phosphoreintrags in die Ostsee. 2010 lag die eingetragene Phosphormenge aller Anrainerstaaten bei 36.000 Tonnen. Der Anteil Deutschlands als Anrainer mit dem kleinsten Eintragsgebiet lag bei 639 Tonnen; Mecklenburg-Vorpommerns Anteil an dieser Zahl liegt bei 346 Tonnen. Der HELCOM-Ostsee-Aktionsplan von 2013 verpflichtet Deutschland, den Phosphoreintrag um 170 Tonnen bis zum Jahr 2021 zu reduzieren.

Die EU hat Phosphor in die Liste der 20 kritischen Rohstoffe aufgenommen und die EU-Mitgliedstaaten zur Steigerung der Ressourceneffizienz aufgefordert. „Der PhosphorCampus und die aktuellen Forschungsarbeiten können dazu beitragen, eine bessere Ressourcennutzung aufzuzeigen und der Verschwendung ein Ende bereiten. Der Vorteil, dass sich Phosphor mehrmals verwenden lässt, muss unbedingt genutzt werden. Der Kreislauf muss wieder hergestellt werden“, führte der Staatssekretär aus.

In der Forschung gibt es vielversprechende Ansätze in den unterschiedlichsten Richtungen: z. B. zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlammanlagen, zum Phosphorreduzierungspotential von Kläranlagen oder zur Bestimmung von Pflanzen, die Phosphor besonders gut umsetzen können. Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt unterstützt den PhosphorCampus seit 2014 mit jährlich 85,0 T€.

Hintergrund:

Phosphor ist unverzichtbar für das Leben auf der Erde. Das Element ist Bestandteil von Eiweißen, Fetten und Zucker und damit Energieträger in allen Lebewesen. Phosphor ist ein Baustein der DNA und damit unseres Erbgutes. Phosphor ist ein Pflanzennährstoff, dessen Verfügbarkeit das Pflanzenwachstum maßgeblich steuert.

In Deutschland werden 63 % des Phosphors in der Düngung, 20 % in Futtermitteln, 6 % in Lebensmitteln und 6 % in Wasch-, Pflege- und Reinigungsmitteln verwendet.

Ihre Suchkriterien

  • Suchbegriff: 
  • Bereich:  Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
  • Zeitraum:   
18.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Schaf- und Ziegenhalter nutzen höhere Förderung der Beweidung

Für die Beweidung von extensiv genutztem Dauer­grünland in den Wolfsgebieten mit Schafen und Ziegen hat Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr die Zuwendungsbeträge erhöht. Insgesamt haben 22 Schafhalter diese Möglichkeit genutzt. Es sind ca. 860 Hektar betroffen.

16.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

EUGAL-Gastrasse: Eingriff für Mensch und Natur gering halten

Umweltminister Dr. Till Backhaus hat sich heute ein Bild von den Bauarbeiten an der EUGAL-Gastrasse zwischen Stolpe an der Peene und Ferdinandshof gemacht. Im Rahmen seines Besuches bekannte er sich klar zur Energiewende, sagte aber auch, dass eine sichere Erdgasversorgung für Deutschland und Europa ebenso unverzichtbar sei. Erdgas sei für ihn ein konventioneller Energieträger, der als Brücke ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien noch gebraucht wird.

16.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Damm- und Deichbau im Polder Bargischow gestartet

Die Renaturierung des Teilpolders Bargischow wird fortgesetzt. Heute setzten Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern, und Daniela Degen-Lesske, Geschäftsführerin der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, gemeinsam mit Steffen Ebert, Communications Manager Germany der Nord Stream 2 AG, sowie Michael Sack, Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald, den offiziellen Spatenstich für den Beginn der Damm- und Deichbauarbeiten im Poldergebiet, das sich östlich von Anklam befindet. Die planfestgestellte Naturschutzmaßnahme ist Bestandteil des Kompensationskonzeptes für die Nord Stream 2 Pipeline.

16.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Ärztliche Versorgung auf dem Land: Gesundheitszentrum für Friedland

Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum erfordert auf Grund der demografischen Entwicklung neue Wege. In Friedland will die Hausärztin Monique Salchow-Gille ein ambulantes Gesundheitszentrum errichten und betreiben, um den alternden Menschen eine wohnortnahe Versorgung zu bieten. Unterstützt wird sie dabei von der Lokalen Arbeitsgruppe der LEADER-Region Mecklenburg-Strelitz, die das Projekt zur Förderung aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für ländliche Entwicklung (ELER) vorschlug. Heute hat Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus sich vor Ort über das Projekt informiert und der Investorin einen Zuwendungsbescheid über 400.000 Euro übergeben.

16.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Die Umwelt im Blick: Landwirte reagieren auf Verbraucherwünsche

Landwirte investieren trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten zunehmend in den Umwelt- und den Klimaschutz. Das geht aus den Anträgen zum Agrarförderungsprogramm (AFP) hervor. Mit dem Geld sollen Betriebe unterstützt werden, die besonders umwelt- und klimaschonend und tiergerecht agieren.

15.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Für gesunde Gewässer: Filterleistung von Kläranlagen verbessert

Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute die Baustelle der Zusatzfiltration für das Klärwerk Bergen des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasser­behandlung Rügen (ZWAR) besichtigt. Die Errichtung der Zusatzfiltration ist eine von mehreren Maßnahmen, mit denen Nord Stream 2 den Eingriff in die küsten­nahen Ostseegewässer zu kompensieren hat. Durch den zusätzlichen Sandfilter soll sich der Stickstoff­eintrag in den Kleinen Jasmunder Bodden um rund 16 Tonnen pro Jahr verringern.

11.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Polder Bargischow: Damm- und Deichbauarbeiten starten

Am kommenden Dienstag, dem 16. Juli 2019, 12.30 Uhr, findet der offizielle Spatenstich für den Beginn der Damm- und Deichbauarbeiten im Teilpolder Bargischow östlich von Anklam statt. Der neue Versorgungsdamm ist Grundlage für die Renaturierung von ca. 440 Hektar Polderfläche. Die Renaturierungsmaßnahme ist Bestandteil des Kompensationskonzeptes für das Nord Stream 2- Projekt.

11.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Europäischer Flussbadetag „Big Jump“ am 14. Juli am Schaalsee

Big Jump 2019

Am kommenden Sonntag, den 14. Juli 2019, findet der Europäische Flussbadetag „Big Jump“ statt. Ab 11 Uhr sind alle Interessierten zum gemeinsamen „Big Jump“ mit LUNG-Direktor Dr. Harald Stegemann in das Strandbad Zarrentin am Schaalsee eingeladen.

11.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Land investiert 5 Millionen Euro für Sturmflutschutz vor Hiddensee

In der Ostsee vor der Ortslage Vitte auf der Insel Hiddensee wurde für rund 5 Millionen Euro ein neues Buhnensystem aus fast 10.000 Pfählen gebaut, um die Orte Vitte und Kloster wirksam vor schweren Sturmfluten mit einem Hochwasserstand von bis zu 2,60 Meter zu schützen. Bereits 2015 waren dazu Strand und Schorre (unter Wasser liegender Vorstrand) aufgespült worden. Seit Oktober 2018 wurde nun auch das Buhnensystem erneuert. Umweltminister Dr. Till Backhaus hat sich heute vor Ort von der Maßnahme ein Bild gemacht.

10.07.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Mecklenburg-Vorpommern will mehr Forstwirte ausbilden

Mecklenburg-Vorpommern möchte mehr Forstwirte ausbilden. Dafür plant die Landesforstanstalt die bislang 20 Ausbildungsstellen pro Jahr noch in diesem Jahr auf 30 zu erhöhen. Dies kündigte der zuständige Forstminister Dr. Till Backhaus heute in Güstrow an. Dort beglückwünschte er im Rahmen einer feierlichen Freisprechung 23 Forstwirte zum erfolgreichen Abschluss ihrer dreijährigen Berufsausbildung.