Drese: „Wir müssen Familien mit unseren Hilfsangeboten noch besser erreichen“

Nr.181  | 15.09.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

„Kinderschutz umfasst mehr als die Abwendung unmittelbarer Gefahren.“ Sozialministerin Stefanie Drese sprach sich auf der Kinder- und Jugendschutzkonferenz vor rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern heute im Schweriner „Capitol“ dafür aus, Menschen für den Kinderschutz weiter zu sensibilisieren und die Kinder- und Jugendhilfe noch stärker am Kindeswohl und an der Stärkung der Elternkompetenzen auszurichten.

Die Konferenz bildet den Auftakt der Aktionswoche Kinderschutz „Gemeinsam für das Wohl unserer Kinder“ mit vielen Veranstaltungen bis zum 20. September in Schwerin.

Die Ministerin machte in ihrem Grußwort deutlich, dass die Kinder- und Jugendhilfe in erster Linie Förderer und Unterstützer für junge Menschen und Familien ist und nur im Notfall eine Kriseninterventionsstelle. „Wir müssen Familien mit unseren Hilfen deshalb noch besser erreichen, sind auf diesem Weg in den letzten Jahren aber auch erheblich vorangekommen“, betonte Drese.

Dabei sei es das Ziel des Landes, Eltern frühzeitig zu begleiten und beraten und Angebote zu unterbreiten, um die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern bestmöglich zu fördern. Risiken für das Kindeswohl müssten frühzeitig wahrgenommen und Gefährdungen präventiv wirksam vorgebeugt werden, so die Ministerin.

Drese: „Mir geht es dabei z.B. um die stärkere Einbindung der Kitas ins Netzwerk Frühe Hilfen, die Verbesserung der Anschlussfähigkeit von Hilfemaßnahmen, die Weiterentwicklung der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie die Ausrichtung der Aus-, Fort- und Weiterbildung an die Anforderungen eines zeitgemäßen Kinderschutzes sowohl von Fachkräften als auch von ehrenamtlich im Kinder- und Jugendbereich Engagierten.“

„Wir wollen, dass junge Menschen in unserem Land einen guten Start ins Leben haben, dass sie chancengleich und geschützt aufwachsen. Mit einer guten Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur von Anfang an“, verdeutlichte Ministerin Drese.

Im Haushaltsplanentwurf des Sozialministeriums 2018/2019 sind u.a. folgende Fördermaßnahmen im Bereich Kinderschutz vorgesehen. Dabei ist zu beachten, dass Ausgaben für den Kinderschutz darüber hinaus in vielen Förderbereichen veranschlagt und Bestandteil verschiedener Projekte ist, die Kindern und Jugendlichen zugutekommen.

  • Landesprogramm Familienhebammen: 500.000 Euro (2018f.)
  • Bündnis Kinderschutz: 180.000 Euro (2018f.)
  • Kinderschutzhotline: 130.000 Euro (2018f.)
  • Förderung der Erziehung in der Familie (Stärkung der Elternkompetenz): 500.000 Euro (2018f.)
  • Förderung von Schwangerschaftsberatungsstellen nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz: 3.081.700 Euro (2018)
  • Zuschüsse an Gemeinden und Gemeindeverbände zur Förderung der Familienarbeit: 270.000 Euro (2018f.)
  • Kinder- und Jugendtelefon (DKSB MV): 30.000 Euro (2018f.)