Welt-Alzheimertag am 21. September: Sozialministerium wird „Demenz-Partner“

Nr.189  | 20.09.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Das Thema Pflegebedürftigkeit und Demenz gewinnt angesichts des stetig zunehmenden Anteils immer Älterer an der Gesamtbevölkerung gerade auch in Mecklenburg-Vorpommern an Bedeutung. Sozialministerin Stefanie Drese wirbt zum Welt-Alzheimertag am (morgigen) Donnerstag dafür, mehr Verständnis für Menschen mit Demenz und deren Angehörige zu entwickeln.

In Mecklenburg-Vorpommern leben derzeit ca. 35.000 Menschen mit Demenz. Tendenz steigend. Davon werden etwa 75 Prozent zu Hause betreut. Bundesweit leiden ungefähr 60 Prozent der an einer Demenz Erkrankten am Alzheimer-Typ.

„Das Wissen um die Krankheit ist noch nicht allzu verbreitet und zudem bestehen teilweise Berührungsängste“, so Ministerin Drese. Darum sei es wichtig, möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern Kenntnisse zum Krankheitsbild Demenz zu vermitteln. Drese: „Das kurze Gespräch im Treppenhaus, Hilfe beim Einkaufen, ein gemeinsamer Spaziergang: schon Kleinigkeiten helfen, das Leben von Menschen mit Demenz etwas leichter und schöner zu machen.“

Eine gute Möglichkeit, Vorbehalte abzubauen, Kenntnisse über die Krankheit zu erwerben und wichtige Tipps zum Umgang mit Menschen mit Demenz zu erhalten, ist die Initiative "Demenz Partner", die von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft durchgeführt wird. In Mecklenburg-Vorpommern unterstützt der Landesverband der Deutschen Alzheimer Gesellschaft die Initiative und beginnt eine neue Schulungsreihe.

„Das Sozialministerium hat sich entschlossen ‚Demenz Partner‘ zu werden. Die Auftaktveranstaltung mit einem Basiskurs findet mit vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am 5. Oktober in unserem Ministerium statt“, so Ministerin Drese, die sich selbst zur Demenz-Partnerin schulen lässt. „Wir hoffen, dass sich viele weitere Unternehmen, Vereine und Institutionen anschließen und ‚Demenz Partner‘ werden.“