Drese zum „Global Gender Gap Report 2017“: Wir brauchen mehr Frauen in Führungspositionen

Nr.219  | 02.11.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Der langjährige Trend zu mehr Gleichberechtigung ist einer heute veröffentlichten Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) zufolge ins Stocken geraten. Danach ist die Lücke zwischen den Geschlechtern weltweit im Hinblick auf Gesundheit, Bildung, ökonomische Teilhabe und politische Mitwirkung im Jahr 2017 erstmals seit 2006 wieder gewachsen.

Mängel gibt es laut „Global Gender Gap Report 2017“ in Deutschland v.a. beim Thema Frauen in Führungspositionen. „Frauen an der Spitze sind bei uns noch immer weit unterrepräsentiert“, betonte Gleichstellungsministerin Stefanie Drese heute in Schwerin. „So zeigt eine Analyse der gemeinnützigen Allbright-Stiftung, dass von insgesamt 676 Vorstandsmitgliedern der 160 Unternehmen im Dax, MDax, SDax sowie TecDax nur 46 weiblich sind“, so Drese.

Ministerin Drese verdeutlichte ihr Ziel, Frauen in Mecklenburg-Vorpommern besser zu unterstützen, um eine leitende Funktion übernehmen zu können. „Die Mentoring-Programme des Landes sind dafür eine geeignete Maßnahme. Sie begleiten Frauen bei ihrem beruflichen Aufstieg in die Unternehmens-, Verwaltungs- oder Behördenspitze. Wir fördern diese Programme mit ESF-Mitteln in der Wissenschaft, in der Wirtschaft und im künstlerischen Bereich. Auch in der Landesregierung wird dieses Instrument angewendet“, verdeutlichte Drese.

Momentan findet bereits der dritte Durchgang des Mentoring-Programms „Zukunft durch Aufstieg“ mit etwa 70 weiblichen Nachwuchsführungskräften (Mentees) in fünf Regionen statt. Die Förderung qualifizierter Führungskräfte und eine gleichstellungsorientierte Personalpolitik liegen nach Ansicht Dreses aber auch im Interesse der Unternehmen.

„Frauen bilden nach meiner festen Überzeugung das größte Potenzial“, betonte die Ministerin. Sie seien hervorragend ausgebildet und qualifiziert, leistungsfähig und motiviert, tauchen jedoch auch in Mecklenburg-Vorpommern zu selten in der oberen Führungsebene auf. Drese: „Ich bin mir sicher, dass spätestens angesichts des drohenden Fach- und Führungskräftemangels die Mentoring-Programme noch weiter an Bedeutung gewinnen und zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern werden.“