Mecklenburg-Vorpommern ist Partnerland der Berliner Pflegekonferenz

Nr.221  | 04.11.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Sozialministerin Drese: Land stellt Fachpublikum vielfältige Aktivitäten und Initiativen im Pflegebereich vor

Am 9. und 10. November findet im Westhafen Event & Convention Center die 4. Berliner Pflegekonferenz statt. Rund 600 Expertinnen und Experten und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, professionell Pflegende sowie pflegende Angehörige tauschen sich zu aktuellen Fragen der Pflegepraxis aus.

Als Partnerbundesland der diesjährigen Berliner Pflegekonferenz stellt Mecklenburg-Vorpommern u.a. im Rahmen eines Symposiums („Pflege in MV“) und eines Fachforums („MV – Zukunft der Pflege gemeinsam gestalten!“) Aktivitäten und Initiativen vor, mit denen im Land den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnet wird. Sozialministerin Stefanie Drese wird zudem die feierliche Abendveranstaltung eröffnen, in deren Rahmen innovative Pflegeprojekte und pflegefreundliche Arbeitgeber ausgezeichnet werden.

„Es ist für uns eine große Ehre, unsere pflegepolitischen Maßnahmen und Konzepte auf großer Bühne präsentieren zu dürfen“, betonte Ministerin Drese im Vorfeld der 4. Berliner Pflegekonferenz. „Besonders freue ich mich, dass wir mit dem Gerontopsychiatrischen Netzwerk Angehörigenarbeit M-V (GeNA) und den Siegern des Altenpflegepreises 2017 des Landes herausragende Pflege-Projekte für die Teilnahme gewinnen konnten“, so Drese.

Das Thema Pflege gewinnt angesichts einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft mehr und mehr an Bedeutung. Nach den Ergebnissen der zuletzt veröffentlichen Pflegestatistik waren Ende 2015 in Mecklenburg-Vorpommern über 79.000 Personen pflegebedürftig. Das sind 6.700 mehr als zwei Jahre zuvor. Die Prognosen beinhalten, dass die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2030 auf knapp 100.000 weiter steigen wird.

Auf diese Entwicklung reagiert die Landesregierung in Kooperation mit allen im Pflegebereich tätigen Akteuren mit vielfältigen Aktivitäten und Initiativen. „Dabei verfolgen wir in unserer Pflegepolitik den grundsätzlichen Ansatz ambulant vor stationär“, sagte Sozialministerin Drese.

Drese: „Die meisten Menschen wollen ihren Lebensabend solange wie möglich zu Hause verbringen. Diesen Wunsch möchten wir in Mecklenburg-Vorpommern noch stärker als bisher berücksichtigen. Dafür benötigen wir einen intelligenten Mix aus professioneller, familiärer und ehrenamtlicher Pflege für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Deshalb wollen wir, begleitet von integrierten Pflegesozialplanungen in allen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns, diese Netzwerke sinnvoll weiterentwickeln und etablieren. Hierzu gehören die Optimierung der Versorgungsstruktur, der Ausbau der Beratung und Unterstützung von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen, die Stärkung der Rolle der Kommunen in der Pflege sowie die Fachkräftesicherung.“

www.berliner-pflegekonferenz.de