Ministerin Drese spricht sich für Stärkung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten aus

Nr.222  | 06.11.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Vielfalt an Themen haben Bezug zur Gleichstellung von Frauen und Männern

„Die Herstellung von gleichen Chancen zwischen Frauen und Männern ist kein Thema von gestern, sondern bleibt ein Thema für heute und morgen“, sagte Gleichstellungsministerin Stefanie Drese auf dem Fachtag für kommunale Gleichstellungsarbeit heute in Rostock.

Ministerin Drese verdeutlichte, dass Führungspositionen, Geld, unbezahlte Sorge- und Betreuungsarbeit weiterhin ungleich zwischen Frauen und Männern aufgeteilt sind: Macht und Geld zugunsten der Männer und die unbezahlte Sorge- und Betreuungsarbeit zugunsten der Frauen.

„Erst in 217 Jahren werden Männer und Frauen gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, bliebe es beim aktuellen Reformtempo. Das ist das erschreckende Ergebnis des aktuellen Global Gender Gap Report 2017 des Weltwirtschaftsforums“, sagte Drese.

Auch wenn die Situation in Mecklenburg-Vorpommern sich in einigen Bereichen besser darstellt, bleibt nach Ansicht von Gleichstellungsministerin Drese noch viel zu tun. Ein wichtiger Schritt für mehr Gleichberechtigung sei die Stärkung der Rolle der Gleichstellungsbeauftragten in den Kommunen, die u.a. strukturelle geschlechtsspezifische Benachteiligungen aufdecken und abbauen sollen und Ansprechpartnerinnen bei sexuellen Belästigungen sind.

Drese: „Es handelt sich dabei um die Wahrnehmung von Querschnittsaufgaben, die fachübergreifend alle Bereiche der Kommunalpolitik und -verwaltung berühren können. Darunter fallen soziale Themen, die Jugendpolitik, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber auch die Personalentwicklung und Fragen der Stadtplanung, Verkehrs- und Wirtschaftspolitik und vieler anderer Bereiche, die Frauen in besonderer Weise betreffen und damit gleichstellungsrelevant sind.“

Insofern müssen nach Ansicht von Drese die Kommunen und die kommunalpolitischen Vertreter und Vertreterinnen für die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten sensibilisiert werden, um ihnen ausreichend Ressourcen zu geben.

„Wir müssen es schaffen, konkreter, eindringlicher und oft auch einfacher zu vermitteln, auf welchen Gebieten auch im Jahre 2017 noch Ungleichheit zwischen Männern und Frauen besteht und wie wir diese abbauen wollen. Nicht mit der Brechstange, sondern durch Überzeugung, durch eingängige Argumente und plausible Lösungsvorschläge“, so Drese.