Drese: „Wir sind auf den demografischen Wandel gut vorbereitet“

Nr.230  | 15.11.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Der Landtag debattierte heute auf Antrag der Koalitionsfraktionen von SPD und CDU über die Weiterentwicklung der Pflegesozialplanungen zu seniorenpolitischen Gesamtkonzepten.

Ministerin Stefanie Drese verwies in ihrer Rede auf die Bevölkerungsentwicklung und die damit verbundene Veränderung der Altersstruktur, die große Herausforderungen für das Land mit sich bringt. So habe Mecklenburg-Vorpommern prozentual bundesweit den höchsten Anteil an pflegebedürftigen Menschen und erhöhe sich der Anteil von Menschen über 65 Jahren an von heute 23 auf über 31 Prozent der Gesamtbevölkerung bis zum Jahr 2030.

Auf diese Entwicklung haben sich nach Angaben Dreses Städte und Gemeinden sowie die Landesregierung jedoch frühzeitig u.a. mit integrierten Pflegesozialplanungen in allen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns eingestellt. „Auch dank dem großen Engagement vieler im Bereich Senioren und Pflege haupt- oder ehrenamtlich tätiger Menschen sind wir gut vorbereitet auf den demografischen Wandel“, sagte Ministerin Drese. „Im gesamten Land gibt es gute Konzepte, tolle Initiativen und liebevolle Projekte.“

Drese: „Auf diesem Weg wollen wir alle gemeinsam weitermachen. So setzen wir auf die weitere Stärkung der häuslichen, ambulanten und teilstationären Pflege. Wir haben zudem ein ganzes Maßnahmenpaket zur Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung geschnürt, das von der Förderung im investiven Bereich über die Beratung sowie Unterstützung der Pflegebedürftigen und Entlastung der pflegenden Angehörigen, Aktivitäten zur Fachkräftesicherung bis hin zur Stärkung der Rolle der Kommunen in der Pflege reicht.“

Für die Zukunft wird nach Ansicht von Ministerin Drese zudem ein Konzept benötigt, das über die pflegerische Versorgung älterer Menschen hinausgeht und Aspekte der Teilhabe und Daseinsvorsorge älterer und gesundheitlich eingeschränkter Menschen umfasst. „Deshalb wollen wir diese Planungen und Netzwerke sinnvoll zu seniorenpolitischen Gesamtkonzepten weiterentwickeln“, so Drese.

Dazu gehören für Drese u.a. eine integrierte Orts- und Entwicklungsplanung, attraktive Wohnbedingungen, eine gute Infrastruktur, Kultur und Sport, Mobilität (ÖPNV, Fahrdienste) und ausreichende Beratungs- und Informationsangebote.  Die umfangreichen Ergebnisse und die Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ seien dafür eine gute Grundlage, so die Ministerin.

Drese: „Wir sollten die Seniorenpolitik als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstehen und im Dialog miteinander voranbringen. Eine seniorenfreundliche Kommune ist deshalb zugleich familien-, generationen- und dienstleistungsfreundlich.“