Drese: Gleichstellungspolitik bedeutet nicht Gleichmacherei, sondern zielgerichtete Unterstützung von Frauen und Männern

Nr.231  | 15.11.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Ministerin Stefanie Drese berichtete im Landtag heute über die Umsetzung der Vierten Gleichstellungskonzeption der Landesregierung.

Drese machte deutlich, dass beim Thema Gleichstellung in vielen Bereichen Handlungsbedarf besteht. Aktuelle Studien, wie der „Global Gender Gap Report 2017“, würden zeigen, dass es in Deutschland v.a. bei den Themen Entgeltgleichheit und Frauen in Führungspositionen erhebliche Defizite gibt.

Für Mecklenburg-Vorpommern sind nach Ansicht von Ministerin Drese die Gleichstellungskonzeptionen der Landesregierung wichtige gleichstellungspolitische Schritte. „Diese waren in den letzten 17 Jahren ein erfolgreiches Instrument, um das Thema Gleichberechtigung auf Landesebene zu verankern“, betonte Drese.

In der aktuellen Gleichstellungskonzeption stünden vor allem die unterschiedlichen Anforderungen in den individuellen Lebensphasen von Frauen und Männern im Mittelpunkt. „Es geht also gerade nicht um Gleichmacherei, sondern um die Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse und die zielgerichtete Unterstützung von Frauen und Männern“, so Drese.

Drese: „Wir wollen die Chancengleichheit in der Bildung und im Erwerbsleben befördern, die Partizipation von Frauen im beruflichen und gesellschaftlichen Leben stärken und Diskriminierung verhindern.“

Eine klischeefreie Berufsorientierung bezeichnete die Ministerin als besonders wichtig in der schulischen Bildung. Drese: „Der Blickwinkel ist verengt. Mädchen nutzen zunehmend weniger das gesamte Spektrum der Ausbildungsbildungsberufe. Und auch bei Jungen sieht es nicht viel besser aus. So haben Mädchen im vergangenen Jahr in lediglich 103 Berufen des dualen Systems Ausbildungsverträge abgeschlossen, Jungen in 158. Insgesamt gibt es aber mehr als 400 Ausbildungsberufe“, verdeutlichte Drese heute im Landtag.