Drese: Ausgezeichnete Unternehmen zeigen, dass Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Handicaps gut gelingen kann

Nr.238  | 24.11.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Als „vorbildlich und nachahmenswert“ würdigt Sozialministerin Stefanie Drese die sechs Unternehmen an der Mecklenburgischen Seenplatte, die heute mit „Inklusionspreisen“ der Neubrandenburger Arbeitsagentur für die Beschäftigung von Schwerbehinderten ausgezeichnet wurden.

„Diese Firmen zeigen, dass die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Handicaps gut gelingen kann. Dafür gilt ihnen mein ausdrücklicher Dank“, so Drese.

Die Ministerin bedankte sich zugleich bei der Arbeitsagentur für die Ausschreibung eines „Inklusionspreises“. „Soziales Engagement im Betrieb verdient Würdigung und schafft Aufmerksamkeit, die wir dringend brauchen“, sagte Drese. So hätten Menschen mit Behinderungen in der Arbeitswelt – trotz der positiven Beispiele - noch immer mit Vorurteilen zu kämpfen, die nur gemeinsam überwunden werden können.

Drese: „Unsere Gesellschaft muss viel stärker als bisher die Potenziale von Menschen mit Behinderungen erkennen und fördern. So haben etwa 80 Prozent der arbeitslosen Schwerbehinderten in Mecklenburg-Vorpommern einen Berufsabschluss, während es bundesweit 60 Prozent sind.“

Doch nicht nur diese Fakten seien in der Öffentlichkeit kaum bekannt. „Auch die vielfältigen Beratungs- und Förderangebote für Menschen mit Handicap sind in der Regel nur Fachleuten vertraut. Dabei geht es etwa um Eingliederungszuschüsse, die behinderungsgerechte Ausstattung von Arbeitsplätzen oder Zuschüsse zur Abgeltung außergewöhnlicher Belastungen, die mit der Beschäftigung eines schwerbehinderten Menschen verbunden sind“, betonte Drese.

Drese: „Ich wünsche mir, dass mehr Unternehmen sich zukünftig entschließen, Menschen mit Behinderungen und Handicaps eine Chance im Arbeitsleben zu geben. Finanzielle Mittel für Fördermaßnahmen sind durch die Ausgleichsabgabe vorhanden.“