Ministerin Drese startet Qualifizierungsoffensive in der Kindertagespflege – Land unterstützt zudem Einführung von Vertretungsmodellen

Ministerin Drese auf der Regionalkonferenz Kindertagespflege in Schwerin Details anzeigen
Ministerin Drese auf der Regionalkonferenz Kindertagespflege in Schwerin
Ministerin Drese auf der Regionalkonferenz Kindertagespflege in Schwerin
Ministerin Drese auf der Regionalkonferenz Kindertagespflege in Schwerin
Nr.240  | 27.11.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Sozialministerin Stefanie Drese will dauerhaft die Qualität in der Kindertagespflege verbessern und hat auf der ersten von landesweit sechs Regionalkonferenzen für Kindertagespflege am Wochenende in Schwerin ein Maßnahmenpaket ihres Hauses angekündigt.

So plant das Land nach Angaben von Drese eine Ausweitung der Aus-, Fort- und Weiterbildung für Kindertagespflegepersonen. „Alle Tagespflegepersonen, die bereits die 160 Stunden Grundqualifizierung erfolgreich abgeschlossen haben, können in den nächsten beiden Jahren kostenfrei eine 140-stündige Anschlussqualifizierung absolvieren“, verdeutlichte Drese.

Zudem unterstützt das Sozialministerium die Landkreise und kreisfreien Städte bei der Erprobung und Einführung von Vertretungsmodellen zur zukünftigen Sicherstellung von Vertretungen bei Ausfall der Tagespflegeperson z.B. wegen Krankheit. Hierfür stellt das Land rund 470.000 Euro zur Verfügung. „Die Sicherstellung von Vertretungen bei Ausfallzeiten sind zur Qualitätsentwicklung und -sicherung in der Kindertagespflege von besonderer Bedeutung“, betonte die Ministerin.

Drese: „Die Kindertagespflege ist eine wertvolle Betreuungs- und Förderform und wichtiger Teil unseres qualifizierten, vielfältigen und integrierten Systems der Kindertagesbetreuung. Sie steht gleichberechtigt neben der Förderung in Kitas. Das geht in der Öffentlichkeit leider manchmal unter. Gerade im ländlichen Bereich ist die Arbeit der Tagesmütter und Tagesväter unersetzbar. Deshalb ist die kontinuierliche Verbesserung der Qualität in der Kindertagespflege ein wichtiges Anliegen für mich.“ 

Die Ministerin hob darüber hinaus den engen Austausch mit dem Ende 2016 neu gegründeten Landesverband Kindertagespflege als sehr wichtig hervor. „Ich glaube dieser Austausch ist sehr fruchtbar und zielführend. Unser gemeinsames Ziel ist eine Qualitätsentwicklung und -sicherung in der Kindertagespflege in Mecklenburg-Vorpommern, die die Tagespflegepersonen stärkt und das Recht eines jeden Kindes auf individuelle Förderung seiner Entwicklung sichert“, so Drese.

Nach Angaben von Heiko Krause vom Bundesverband für Kindetagespflege ist Mecklenburg-Vorpommern vorbildlich bei der Unterstützung der Kindertagespflege. So unterstützt das Land als erstes Bundesland überhaupt die Kommunen bei der Einführung von flächendeckenden Vertretungsmodellen und der 300-Stunden-Qualifizierung nach dem Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB).

Die zweite Regionalkonferenz Kindertagespflege findet am kommenden Sonnabend (2. Dezember), ab 10.30 Uhr in Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) statt, vier weitere Anfang 2018.