Ministerin Drese: Pflegekräfte machen unsere Gesellschaft menschlicher

Nr.246  | 01.12.2017  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Für eine höhere gesellschaftliche Anerkennung der Arbeit von Pflegekräften hat sich Sozialministerin Stefanie Drese bei der heutigen Verleihung des „Pflege-Oscars“ des Ambulanten Lewitz Pflegedienstes in Schwerin ausgesprochen.

Der Pflegeberuf erfordere eine hohe Leistungsbereitschaft, sei körperlich anstrengend und oftmals auch psychisch sehr belastend, so Drese. „Gerade in den letzten Jahren des Lebens sei es wichtig, kompetente und einfühlsame Pflegerinnen und Pfleger an der Seite zu haben.

Drese: „Ich habe größten Respekt vor allen, die sich dieser anspruchsvollen Aufgabe tagtäglich stellen. Sie machen unsere Gesellschaft ein Stück menschlicher. Dies wird meines Erachtens in unserer Gesellschaft viel zu wenig gewürdigt“, sagte Ministerin Drese auf der Festveranstaltung im Mecklenburgischen Staatstheater. Feierliche Preisverleihungen wie der „Pflege-Oscar“ trügen dazu bei, die Pflegeberufe und die Arbeit der Pflegekräfte stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen.

Für Drese ist es zudem von oberster Dringlichkeit, die Pflegeberufe sowie die Arbeits- und Rahmenbedingungen für die Pflegekräfte attraktiver zu machen. Die hohen Anforderungen an diesen Beruf erforderten auch eine der Qualifikation entsprechende faire Entlohnung.

Als inakzeptabel bezeichnete die Ministerin die Festschreibung eines geringeren Pflegemindestlohns für die neuen Bundesländer bis 2020. Drese: „Die Pflegelücke bekämpfen wir nicht, indem wir die Pflegekräfte im Osten noch schlechter bezahlen als im Westen.“ Für eine Initiative Mecklenburg-Vorpommerns zur Angleichung der Mindestlöhne Ost/West erwartet die Ministerin eine breite Unterstützung auf der Arbeits- und Sozialministerkonferenz der Länder nächste Woche in Potsdam. Drese: „Dann marschiere ich mit diesem Votum nach Berlin zur Bundesregierung – egal wer dort regiert.“