Rasanter Personalanstieg in den Kitas

Drese: Neue Erzieher/innen-Ausbildung ist wichtiger Schritt zur Sicherung des Fachkräftebedarfs

Nr.046  | 14.03.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Der Landtag hat heute auf Antrag der Linksfraktion über den kontinuierlich steigenden Personalbedarf in den Kindertageseinrichtungen debattiert.

„Wir brauchen zusätzliche Fachkräfte, weil wir die Kinderbetreuung ständig ausbauen und nicht, weil keiner mehr Erzieherin oder Erzieher werden will“, hob Ministerin Stefanie Drese in ihrer Rede hervor.

So ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes die Zahl der Beschäftigten in den Kitas in Mecklenburg-Vorpommern um 9,47 Prozent von 13.033 im Jahr 2014 auf 14.267 im vergangenen Jahr gestiegen, darunter 11.617 mit fachpädagogischem Berufsausbildungsabschluss (2014: 10.566 = +9,95 Prozent).

Drese: „Wir setzen auf Qualität in der Kindertagesförderung und haben im Bundesvergleich den höchsten Anteil an Fachkräften in unseren Kitas. Dies soll auch in Zukunft mit Blick auf den weiteren Ausbau der Kindertagesbetreuung im Land und dem demografischen Wandel so bleiben.“

Vor diesem Hintergrund hat die Landesregierung bereits seit dem Schuljahr 2013/2014 zusätzlich 100 Plätze für die berufsbegleitende Erzieherausbildung zur Verfügung gestellt.

Im letzten Sommer wurde dann die dualorientierte Ausbildung „Staatlich anerkannte/r Erzieher/in für 0- bis 10-Jährige“ neu installiert. „Damit haben wir ein zusätzliches, attraktives und zukunftsweisendes Angebot geschaffen und sind mit Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt bundesweit Vorreiter“, sagte Drese.

Die Ministerin betonte heute im Landtag, dass sie viele Gespräche mit Kitas, Trägern und Auszubildenden geführt und sehr positive Rückmeldungen zur neuen Ausbildung erhalten hat. Drese: „Was mich auch sehr freut: die Zahlen für die klassische Erzieherausbildung für 0- bis 27-Jährige sind stabil geblieben. Wir gewinnen also, wie wir es vorausgesagt haben und wie Erfahrungen aus Baden-Württemberg zeigen, neue Erzieherinnen und vor allem auch Erzieher hinzu. Der Männeranteil steigt nämlich erheblich.“