Kaselitz: „Reaktionen aus Friedland sind wichtiges Signal für unser Land“

Anlaufpunkte für Einheimische und Zugewanderte stärker nutzen

Nr.075  | 25.04.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

„Ich freue mich über die geplanten Maßnahmen zur Stärkung der Integration der Stadt Friedland im Nachgang zu den Übergriffen an zwei Afrikanern, die letzten Donnerstag stattgefunden haben“, erklärte Dagmar Kaselitz, die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, heute in Schwerin. Gleichzeitig dankte Kaselitz für das Engagement der Anwohnerinnen und Anwohner sowie dem Bürgermeister Wilfried Block. Kaselitz: „Das ist ein starkes Zeichen gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit.“ 

„Sich um Migrantinnen und Migranten zu kümmern, hat in Friedland eine lange Tradition“, so Kaselitz. „Ich besuche die ortansässige Gemeinschaftsunterkunft regelmäßig.“ Alljährlich wird hier ein Aktionstag zur Interkulturellen Woche mit der Stadt und der Gemeinschaftsunterkunft organisiert. 

Kaselitz betonte, dass die Gemeinde erst vor wenigen Wochen ein Zuwendungsbescheid vom Sozialministerium zur Durchführung des neuen Projektes „Nachbarschaftshaus Friedland“ erhalten hat. Mit Fördermitteln in Höhe von knapp 48.000 Euro wird hier zukünftig ein Ort geschaffen, der Anlaufpunkt für Einheimische und Zugewanderte sein wird.

„Durch die Realisierung niedrigschwelliger Angebote wie z.B. Sportkurse, eine Fahrradwerkstatt und allgemeine Beratungen sollen sich die alten und neuen Einwohner Friedlands besser kennenlernen. Ziel ist es, den gegenseitigen Austausch und damit die Integration zu befördern“, erklärte Kaselitz.