Sozialer Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose - Runder Tisch im Sozialministerium will möglichst viel für Mecklenburg-Vorpommern herausholen

Nr.077  | 26.04.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Im Sozialministerium hat in dieser Woche ein „Runder Tisch“ zur Sicherung von sozialen Hilfsprojekten wie Tafeln, Sozialkaufhäuser oder Suppenküchen seine Arbeit aufgenommen. Teilnehmer waren u.a. die Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, Thomas Deiters vom Städte- und Gemeindetag MV, der Landesverband der Tafeln MV sowie die Minister Harry Glawe und Stefanie Drese als Gastgeberin.

Gerade zum Anfang dieses Jahres sind Probleme bei einigen Tafeln und anderen Hilfsprojekten v.a. in Nordwestmecklenburg aufgetreten. Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hatte an manchen Stellen vor Ort negative Auswirkungen. Denn der erfreuliche Rückgang von erwerbsfähigen Leistungsbeziehern führt zu einer Verminderung der aktiven arbeitsmarktlichen Förderung durch die Jobcenter. Hinzu kamen gesperrte Haushaltsmittel des Bundes durch die langwierige Regierungsbildung

„Harry Glawe und mir ist es ein besonderes Anliegen, etwaige Probleme bei den sozialen Hilfsprojekten im Land zu analysieren und gemeinsame Lösungen mit den Jobcentern, den kommunalen Spitzenverbänden und den Trägern vor Ort zu finden“, verdeutlicht Sozialministerin Stefanie Drese.

Zudem ging es bei der Auftaktsitzung des „Runden Tisches“ um die frühzeitige Koordinierung mit dem Bund und dessen Programm zur Schaffung eines Sozialen Arbeitsmarktes für insgesamt 150.000 Langzeitarbeitslose. Für diese sozialversicherungspflichtig bezuschussten Arbeitsverhältnisse sind neben Arbeitgebern der freien Wirtschaft gemeinnützige Einrichtungen und die kommunale Ebene die Adressaten.

Drese: „Der geplante soziale Arbeitsmarkt eröffnet Chancen für langzeitarbeitslose Menschen, wieder mitmachen zu können in unserer Gesellschaft. Ich finde es sehr gut, dass dabei die Menschen nicht von einer Kurzzeitmaßnahme zur nächsten geschoben werden sollen, sondern die Chance auf eine längere sozialversicherungspflichtige Beschäftigung eröffnet wird. Dafür wird der Bund in den nächsten vier Jahren vier Milliarden Euro bereitstellen. Hier wollen Harry Glawe und ich gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit Nord und den Städten und Gemeinden möglichst viel für Mecklenburg-Vorpommern herausholen und frühzeitig die Vorbereitungen für eine mögliche Ko-Finanzierung des Programms aufnehmen. Mit der Auftaktsitzung des von mir initiierten Runden Tisches vor einigen Tagen haben wir dafür den Grundstein gelegt.“