Vereinigung der Unternehmerverbände hat offenbar Zielrichtung des Sozialen Arbeitsmarktes nicht verstanden

Nr.079  | 26.04.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Sozialministerin Stefanie Drese weist die Kritik der Arbeitgeber am geplanten sozialen Arbeitsmarkt der Bundesregierung zurück. „Ritualisierte Abwehrmechanismen bringen uns im Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit nicht weiter“, sagte Drese.

„Mit dem neuen Bundesprogramm können wir einen Durchbruch bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit schaffen“, so Drese weiter. „Die Lohnkostenzuschüsse sollen über einen Zeitraum von fünf Jahren gewährt werden, dabei allerdings allmählich abschmelzen. Damit soll gerade verhindert werden, dass es zu einer verfestigten Subventionierung kommt.“

Der soziale Arbeitsmarkt kann nach Ansicht von Ministerin Drese Türen für Langzeitarbeitslose, die kaum Chancen auf den regulären Arbeitsmarkt haben, öffnen und Wege aus der Grundsicherung ebnen.

Drese: „Denn betrachtet man die Effekte des geplanten sozialen Arbeitsmarktes genauer lassen sich viele positive Aspekte nennen: z.B. das Erfahren von Anerkennung und die Wahrnehmung von Selbstwirksamkeit, die Vorbildwirkung durch tägliche Arbeit auch für heranwachsende Generationen in langzeitarbeitslosen Milieus und höhere Einstiegschancen in den ersten Arbeitsmarkt durch eine kontinuierliche Arbeitsbiographie. Ich wünsche mir, dass auch die Vereinigung der Unternehmerverbände, diese Chancen für langzeitarbeitslose Menschen sieht und sich konstruktiv an der Ausgestaltung des Bundesprogramms vor Ort in Mecklenburg-Vorpommern einbringt.“