Land hat Förderung für Opferambulanzen erhöht

Nr.082  | 27.04.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Der Landtag hat heute über die wichtige Arbeit der Opferambulanzen im Land debattiert. Sozialministerin Stefanie Drese hob dabei hervor, dass die an den Rechtsmedizinischen Instituten der Universitätsmedizin Greifswald und Rostock angesiedelten Ambulanzen wichtiger Bestandteil des Opferschutzes in Mecklenburg-Vorpommern sind.

In den Opferambulanzen können Betroffene von Gewalt ihre Verletzungen kostenlos und vor allem unabhängig davon, ob eine Strafanzeige gestellt wird, dokumentieren lassen. Die Befunddokumentationen können von den Betroffenen jederzeit angefordert und im Rahmen eines Strafverfahrens oder Schadenersatzprozesses als Beweismittel verwendet werden. „Mit der Dokumentation der Verletzungen erhalten die Opfer ein Gutachten, das gerichtsfest ist. Damit können Verfahren schneller abgeschlossen werden“, betonte die Ministerin.

Nach Angaben von Drese sei insbesondere vom Jahr 2015 auf 2016 ein deutlicher Anstieg an durchgeführten Befunddokumentationen von 220 auf 341 Fällen zu verzeichnen gewesen. Wesentlicher Grund dafür ist, dass die Opferambulanzen auch von Jugendämtern, den Staatsanwaltschaften und Kliniken bzw. niedergelassenen Ärzten verstärkt in Anspruch genommen werden.

Drese: „Ich werbe vor diesem Hintergrund eindringlich dafür, dass alle Institutionen, die die Opferambulanzen nutzen, sich auch an den Kosten beteiligen. Das Land stellt sich seiner Verantwortung für den Opferschutz. So konnte ich im Rahmen der Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2018/2019 eine Erhöhung der Landesförderung für die Opferambulanzen von 60.000 auf insgesamt 80.000 Euro jährlich durchsetzen. Mit den zusätzlichen Mittel kann z.B. ein höherer Stellenanteil an den beiden rechtsmedizinischen Instituten finanziert werden. Das ist ein wichtiger Beitrag für den Opferschutz in unserem Land.“