Ministerin Drese: Pflege braucht bessere Arbeitsbedingungen und mehr Anerkennung

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Ministerin Drese besucht das Pflegeheim Robert-Blum-Straße Neubrandenburg
Ministerin Drese besucht das Pflegeheim Robert-Blum-Straße Neubrandenburg
Ministerin Drese besucht das Pflegeheim Robert-Blum-Straße Neubrandenburg
Nr.092  | 11.05.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Sozialministerin Stefanie Drese hat heute zwei Pflegeheime in Neubrandenburg und Stavenhagen besucht. „Die vielen tausend Beschäftigten in den ambulanten, teilstationären oder stationären Einrichtungen für hilfe- und pflegebedürftige Menschen sind der wichtigste Bestandteil für eine gut funktionierende Pflege in Mecklenburg-Vorpommern. Diese professionelle und anspruchsvolle Arbeit hat mehr Wertschätzung und Anerkennung in unserer Gesellschaft verdient“, betonte Drese im Vorfeld des Tages der Pflege am 12. Mai.

Ministerin Drese sieht angesichts des steigenden Anteils pflegebedürftiger Menschen und des zunehmenden Fachkräftemangels die Pflege als eine der größten gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen. Wesentliche Schritte für attraktivere Arbeitsbedingungen seien mehr Personal, eine höhere Bezahlung, verbesserte Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine kostenfreie Ausbildung. „An all diesen Punkten wird gearbeitet. Hier muss aber auch noch deutlich mehr geschehen“, sagte Drese.

Für dringend erforderlich in Mecklenburg-Vorpommern hält Ministerin Drese die Einführung eines allgemeingültigen Flächentarifvertrages für die Altenpflege. „Hier bin ich mit den Arbeitgebern und Kostenträgern im Gespräch. Meine klare Meinung ist den Tarifpartnern bekannt“, so Drese.

Gleichzeitig warnt Drese davor, das Thema Pflege immer nur im negativen Kontext zu behandeln: „Das wird den dort arbeitenden Menschen, den pflegenden Angehörigen und vielen Entwicklungen im Pflegebereich wie z.B. den Pflegestärkungsgesetzen nicht gerecht.“ So habe Mecklenburg-Vorpommern ein ganzes Maßnahmenpaket zur Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung geschnürt, das von der Förderung im investiven Bereich über die Beratung sowie Unterstützung der Pflegebedürftigen und Entlastung der pflegenden Angehörigen bis hin zur Stärkung der Rolle der Kommunen reicht.

Drese: „Wir verfolgen konsequent den Ansatz ‚ambulant vor stationär‘, damit pflegebedürftige Menschen so lange wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld bleiben können. Mehr als drei Viertel der Pflegebedürftigen werden in Mecklenburg-Vorpommern zu Hause betreut. Darauf müssen wir unsere Rahmenbedingungen und unsere Infrastruktur ausrichten. Wir brauchen in der Pflege einen intelligenten Mix aus häuslichen, ambulanten, teilstationären und stationären Strukturen und Hilfsangeboten.“