Drese: Potentiale des Alters stärken und nutzen

Demografischer Wandel in Mecklenburg-Vorpommern – Angebote und Aktionen des Landes zeigen Perspektiven auf

Ministerin Drese beim 22. Seniorentag in Kühlungsborn Details anzeigen
Ministerin Drese beim 22. Seniorentag in Kühlungsborn
Ministerin Drese beim 22. Seniorentag in Kühlungsborn
Ministerin Drese beim 22. Seniorentag in Kühlungsborn
Nr.101  | 28.05.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Mecklenburg-Vorpommern hat im Bundesdurchschnitt eine der höchsten Altersstrukturen. Jede vierte Einwohnerin bzw. jeder vierte Einwohner im Land ist heute bereits älter als 60 Jahre. Diese Entwicklung bietet nach Ansicht von Sozialministerin Stefanie Drese auch Chancen.  

„Wir müssen die Potentiale des Alters und das verfügbare Zeitbudget noch stärker erkennen und nutzen, für ein Engagement in der Gesellschaft, im Ehrenamt, in der Nachbarschaft oder auch in der Politik“, betone Drese heute bei der Eröffnung der 22. Seniorentage in Kühlungsborn.

Die Zahl der Älteren, die nicht mehr erwerbstätig sind, nimmt auch zukünftig weiter zu – sie sind die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe. Bis zum Jahr 2030 wird sich der Anteil der über 65-Jährigen in Mecklenburg-Vorpommern Prognosen zufolge auf etwa 36 Prozent erhöhen.

„Nicht mehr erwerbstätig zu sein, bedeutet aber keinesfalls nicht mehr aktiv und engagiert zu sein“, sagte Drese. „Viele ältere Menschen sind fit, bringen ein enormes Erfahrungswissen mit und haben Zeitkapazitäten, die Sie gern für andere Menschen oder gesellschaftliche Aktivitäten zur Verfügung stellen möchten.“

Drese: „In unserer heutigen Zeit sind ältere Menschen optimistisch, aktiv und motiviert. Gleichzeitig kennen etwa elf Prozent der 65- bis 85-Jährigen bereits aus eigener Erfahrung die Situation, auf Hilfe und Pflege durch andere angewiesen zu sein. Ziel einer guten Seniorenpolitik muss es sein, für beide Gruppen Angebote zu schaffen und Lösungen in Form von seniorenpolitischen Gesamtkonzepten anzubieten.“

Dazu gehören für Drese u.a. eine integrierte Orts- und Entwicklungsplanung, attraktive Wohnbedingungen, eine gute Infrastruktur, Kultur und Sport, Mobilität (ÖPNV, Fahrdienste) und ausreichende Beratungs- und Informationsangebote. 

Auf Landesebene hob Ministerin Drese das Seniorenmitwirkungsgesetz, welches die Initiativ-, Anhörungs- und Mitwirkungsrechte der Seniorinnen und Senioren nachhaltig stärkt und die Weiterbildung älterer Menschen für bürgerschaftliches Engagement als SeniorTrainer/-innen hervor.

Drese: „In Mecklenburg-Vorpommern wurden seit 2002 mehr als 500 SeniorTrainer und Trainerinnen ausgebildet, die sich in unterschiedlichen Bereichen engagieren. Ziel der Landesregierung ist es, das bürgerschaftliche Engagement weiter zu unterstützen und zu entwickeln. Dabei geht es sowohl darum, Eigenverantwortung, Partizipation und Selbstgestaltung der Bürgerinnen und Bürger zu stärken als auch neue Formen und Verfahren für gesellschaftliches Mitentscheiden und Mitgestalten zu entwickeln,“ resümierte die Ministerin.