CSD in Rostock: Ministerin Drese ruft zu Toleranz, Respekt und Weltoffenheit auf

Nr.148  | 21.07.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

„Rostock zeigt sich heute so, wie ich es am liebsten habe: bunt, quirlig, etwas schräg, vor allem aber tolerant und weltoffen.“ Sozialministerin Stefanie Drese hat heute auf dem „Christopher Street Day“ (CSD) dazu aufgerufen, Homophobie und Transphobie entschlossen im Alltag zu begegnen. Der CSD fand in diesem Jahr in der Hansestadt Rostock unter dem Motto „Akzeptanz beginnt im Kopf – kein Schritt zurück!“ statt.

„Alle Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sollen gleichberechtigt und ohne Angst vor Ausgrenzung und Anfeindung unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung leben können“, sagte Ministerin Drese heute auf dem CSD in Rostock. „Auch, wenn in den letzten Jahren etwa mit der Ehe für alle einige Fortschritte erreicht wurden, solange es Diskriminierung, Homo-, Inter- und Transphobie gibt, müssen wir weiterkämpfen.“

Die rechtliche Gleichheit vor dem Gesetz als Eheleute und auch als Eltern im Pflege- und Adoptionsrecht ist nach Ansicht der Ministerin eine große Errungenschaft, der Abbau von Vorurteilen in den Köpfen sei jedoch ebenso wichtig. Drese: „Die Akzeptanz der unterschiedlichen Lebensweisen sollten wir deshalb schon unseren Kindern als unverzichtbares Gut vorleben. Deren Köpfe sind frei von Vorbehalten.“

Nach Angaben der Ministerin setzt die Landesregierung sich mit Nachdruck für die Rechte der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen (LSBTI*) in Mecklenburg-Vorpommern ein. Mit dem Landesaktionsplan für die Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern (LAP Vielfalt) wurde bereits im Jahr 2015 ein wichtiger Schritt getan. Das Land unterstützt seit Jahren den Landesverband LSVD und die insgesamt fünf Beratungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern.