Modellprojekt „Kompetenzzentrum Demenz“ ist wichtige Grundlage zur Entwicklung einer landesweiten Demenzstrategie

Nr.161  | 24.08.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Die Demenz-Betreuung gewinnt nach Ansicht von Sozialministerin Stefanie Drese immer mehr an Bedeutung. Durch die demografische Entwicklung und die immer höhere Lebenserwartung wird die Zahl der Menschen mit Demenz steigen und die Erkrankung im öffentlichen Raum präsenter.

Untersuchungen zufolge sind 38 von 100 Pflegebedürftigen vor allem infolge demenzbedingter Fähigkeitsstörungen bei der Bewältigung des täglichen Lebens auf eine dauerhafte Betreuung angewiesen. In Mecklenburg-Vorpommern würde dies etwa 30.000 - 35.000 Personen betreffen. Tendenz steigend.

Vor diesem Hintergrund hat das Sozialministerium im März 2017 ein auf mindestens drei Jahre konzipiertes Modellprojekt „Kompetenzzentrum Demenz Mecklenburg-Vorpommern“ gestartet. „Um wirksame Versorgungsstrukturen vor allem auch im ländlichen Raum für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen sicherzustellen und weiterzuentwickeln, benötigen wir eine Demenzstrategie. Mit dem Kompetenzzentrum Demenz wollen wir dazu wichtige Grundlagen schaffen“, verdeutlicht Ministerin Drese eines der Hauptziele des Modellprojekts. 

So wünscht sich die Ministerin nach Modellablauf eine landesweite „Datenbank Demenz“ mit wichtigen Akteuren in den ambulanten und stationären Versorgungsstrukturen für Menschen mit Demenz, flächendeckende Schulungen und einen Ausbau der Vernetzung. Gemeinsam mit den Pflegestützpunkten sollen zudem professionelle Beratungsstrukturen auf- und ausgebaut werden. „Es geht uns vor allem um fachliche Informationen über Behandlungs-, Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten“, so die Ministerin.

Drese: „Das Kompetenzzentrum Demenz wird die Vernetzung der in Mecklenburg-Vorpommern beteiligten Akteure weiter voranbringen und ausbauen. Neben den Strukturen der Selbsthilfe, den ehrenamtlichen Helfern und der verschiedenen Initiativen zum Thema Demenz sollen auch die Trägerverbände der ambulanten und stationären Altenhilfe, niedergelassene Ärzte, Betreuer, Sozialarbeiter und viele mehr eingebunden werden. Zudem sollen auch Krankenhäuser, Polizei und Feuerwehr Teil des Netzwerkes werden.“