Kaselitz: „Soll Integration gelingen, müssen wir voneinander wissen“

Sechste Stele zur Erinnerung an die Ereignisse von Rostock-Lichtenhagen eingeweiht

Nr.162  | 24.08.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Die Geschehnisse in Rostock-Lichtenhagen im August 1992 gehören nach Ansicht der Integrationsbeauftragten der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, zu den schlimmsten Ereignissen in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Das Versagen der Zivilgesellschaft und staatlicher Institutionen dürfe sich niemals wiederholen, betonte Kaselitz anlässlich der heutigen Einweihung der sechsten Stele am Doberaner Platz und der Eröffnung der Multikulturellen Wochen in Rostock.

„Wir brauchen Orte des Gedenkens und Erinnerns, die zum Nachdenken über Mitmenschlichkeit und Herausforderungen beim Zusammenleben in unserer offenen Gesellschaft anregen“, so Kaselitz. „Die heute enthüllte Stele mit dem Namen ‚Empathie‘ ermahnt uns alle, unsere Fähigkeit und unsere Bereitschaft zu erhalten, Empfindungen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale anderer Menschen zu verstehen und angemessen mit Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft zu reagieren."

Als Integrationsbeauftragte des Landes ruft Kaselitz dazu auf, Möglichkeiten der vielfältigen Begegnungen zum persönlichen Kennenlernen zu nutzen. „Soll Integration gelingen und rechter Hetze die Grundlage entzogen werden, müssen wir voneinander wissen. Unsere Herkunft, unsere Kulturen, Fragen zu Religionen, welche Träume und Wünsche wir haben: das alles können wir miteinander besprechen. Nutzen wir deshalb das Angebot der Interkulturellen Wochen in Rostock und bis Jahresende in vielen weiteren Städten des Landes“, so Kaselitz.