Qualitätsoffensive für die Kindertagespflege – Drese zieht auf Landesfachtag positives Zwischenfazit

Nr.174  | 08.09.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Die von Sozialministerin Stefanie Drese im vergangenen Jahr gestartete Qualitätsoffensive in der Kindertagespflege ist sehr gut angelaufen und trifft auf hohe Resonanz bei den Tagespflegepersonen im Land. „Wir sind mitten in der Umsetzung unseres gemeinsamen Ziels, die Tagespflegepersonen fachlich zu stärken und die individuelle Förderung eines jeden Kindes auszubauen“, sagte Drese am Sonnabend auf dem Landesfachtag Kindertagespflege in Güstrow.

Die Ministerin begründete ihr positives Zwischenfazit mit drei bereits erfolgten Schritten:

  1. Die enge Zusammenarbeit mit dem Landesverband Kindertagespflege: So kann das Sozialministerium gezielt Anregungen aufnehmen und auf die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege einwirken.
  1. Die erfolgreichen Regionalkonferenzen zur Vorstellung der Fortbildungsangebote und zum Aufbau von Vertretungsmodellen 2017/ 2018: Zur Einführung einer Vertretungsregelung, z.B. wegen Krankheit der Tagespflegeperson, stellt das Sozialministerium rund 470.000 Euro als Anschubfinanzierung zur Verfügung.
  1. Die gestartete Landesoffensive „160+“ zur kostenfreien Anschlussqualifizierung nach dem Kompetenzorientierten Qualitätshandbuch (QHB): Damit unterstützt die Landesregierung die Fort- und Weiterbildung in der Kindertagesförderung und ebnet allen interessierten Tagespflegepersonen den Weg zu einer höheren Qualifizierung in der frühkindlichen Bildung. Die Teilnahme an den „160+“-Kursen ist schon in der ersten Runde mit fast 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr hoch.

Auch den Landesfachtag mit seinen vielfältigen Fachforen und Fachvorträgen bezeichnete Ministerin Drese als Teil der Qualitätsoffensive zur Stärkung der Kindertagespflege.

Drese: „Die Kindertagespflege steht für die Landesregierung gleichberechtigt neben der Förderung in Kitas. Sie ist Teil eines qualifizierten, vielfältigen und integrierten Systems unserer Kindertagesbetreuung. Ich möchte die in MV bundesweit überdurchschnittliche Anzahl an qualifizierten Fachkräften sichern und weiter ausbauen. Und ich würde mir wünschen, dass die hohe Qualifizierung der Tagespflegepersonen zu einer besseren Honorierung durch die Landkreise und kreisfreien Städte führt.“

 

Hintergrund:

Der Anteil von Kindern unter drei Jahren, die in Kindertagespflege betreut werden, ist in Mecklenburg-Vorpommern mit etwa 10 Prozent bundesweit am höchsten.

Mecklenburg-Vorpommern ist laut Bundesverband für Kindertagespflege bundesweit vorbildlich bei der Unterstützung von Tagesmüttern und -vätern. So hilft MV als erstes Bundesland überhaupt zuständigen Jugendämtern bei der Einführung von flächendeckenden Vertretungsmodellen und der 300-Stunden-Qualifizierung nach dem QHB.

Tagespflegepersonen, die bereits über die tätigkeitsvorbereitende 160-Stunden-Grundqualifizierung verfügen, können in 2018 und 2019 an der tätigkeitsbegleitenden 140-Stunden-Qualifizierung „160+“ teilnehmen. Pro Person werden hier vom Sozialministerium ca. 1.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Landesfachtag:

Gemeinsam mit dem Weiterbildungsträger Schabernack e.V. und dem Landesverband der Kindertagespflege hat das Sozialministerium das Konzept für den neu gestalteten Landesfachtag erarbeitet.

Innerhalb des Fachtages werden als Fachforen angeboten:

  1. Inklusion,
  2. Gewährleistung von Kindeswohl,
  3. Medien, Datenschutz und Vernetzung,
  4. Entwicklungsauffälligkeiten bei Kleinkindern,
  5. ganzheitliche Gesundheitsförderung und
  6. Sprachentwicklung bei Kleinkindern

Jeder Themenschwerpunkt wurde darauf ausgerichtet, für Kindertagespflegepersonen besonders zugänglich zu sein (Praxisbezug, Umfang, Themenaufarbeitung).