Runder Tisch "Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ von Bund, Ländern und Kommunen hat Arbeit aufgenommen

Auftaktsitzung des Runden Tisches bei Ministerin Franziska Giffey (Foto: photothek.net) Details anzeigen
Auftaktsitzung des Runden Tisches bei Ministerin Franziska Giffey (Foto: photothek.net)
Auftaktsitzung des Runden Tisches bei Ministerin Franziska Giffey (Foto: photothek.net)
Auftaktsitzung des Runden Tisches bei Ministerin Franziska Giffey (Foto: photothek.net)
Nr.185  | 18.09.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Sozialministerin Stefanie Drese begrüßt die Initiative von Bundesfrauenministerin Franziska Giffey, Frauen besser vor Gewalt zu schützen. „Ich finde es im Interesse der Betroffenen eine sehr gute Nachricht, dass der Bund, die Länder und Kommunen hierbei zukünftig unterstützen will“, sagte Drese nach dem heutigen Auftakttreffen des Runden Tischs "Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen" in Berlin.

Über 40 Jahre nach der Gründung des ersten Frauenhauses kamen Bund, Länder und Kommunen zum ersten Mal zu einem derartigen Runden Tisch zusammen.

Konkret stellte das Bundesfamilienministerium seine Pläne für ein „Aktionsprogramm gegen Gewalt an Frauen“ vor. Der Runde Tisch war sich einig, dass Bund, Länder und Kommunen gemeinsam die Initiative gegen Gewalt an Frauen ergreifen. Ziele der Zusammenarbeit sind der Ausbau und die finanzielle Absicherung der Arbeit von Frauenhäusern und ambulanten Hilfs- und Betreuungseinrichtungen.

Um den weiteren Ausbau und die finanzielle Absicherung von Einrichtungen zu sichern, wird der Bund ein Förderprogramm auflegen. Dafür stehen im Haushaltsplanentwurf erstmalig 5,1 Millionen Euro in 2019 und 30 Millionen Euro ab 2020 zur Verfügung. Drese: „Mit diesen zusätzlichen Bundesmitteln können wir die Hilfen für Opfer von häuslicher und sexualisierter Gewalt insbesondere in den Frauenhäusern weiter verbessern.“

Das Nothilfe- und Beratungsangebot in Mecklenburg-Vorpommern ist mit neun Frauenhäusern, zwei Schutzwohnungen und insgesamt 19 Fachberatungs- und Interventionsstellen engmaschig. Das Land hat seine Förderung für die Frauenhäuser in diesem Jahr bereits um 20 Prozent aufgestockt sowie seine Personalkostenzuschüsse für die Einrichtungen des Beratungs- und Hilfenetzes bei häuslicher und sexualisierter Gewalt für die Jahre 2018 und 2019 um jeweils 2,3 Prozent erhöht. „Mit dem Runden Tisch, der kontinuierlich fortgesetzt wird, machen Bund, Länder und Kommunen einen großen Schritt, um ihrer gemeinsamen Verantwortung gerecht zu werden“, so Drese.