Erfolgreiches Mentoringprogramm des Landes für mehr Frauen in wissenschaftlichen Führungspositionen

Nr.227  | 09.11.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

130 junge Frauen an beiden Universitäten Mecklenburg-Vorpommerns wurden in den vergangenen drei Jahren im Rahmen des ESF-finanzierten Landesprogramms KarriereWegeMentoring in der Wissenschaft auf ihrem Weg zur Führungskraft begleitet und betreut.

„Auf diese hohe Zahl sind wir sehr stolz. Dadurch gelingt es uns, deutliche Effekte zur Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit im Wissenschaftssystem zu erzielen und den Aufstieg von mehr Frauen in Führungspositionen zu unterstützen“, betonte der Staatssekretär im Gleichstellungsministerium, Nikolaus Voss, bei der Abschlussveranstaltung des Mentoringprogramms Wissenschaft in Greifswald.

Seit Januar 2012 wurde das Programm insgesamt mit circa 1,7 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Das Mentoring erstreckte sich über drei unterschiedlich ausgestaltete Förderphasen (2012-2013, 2014-2015, 2016-2018).

„Das Mentoringprogramm ist kein Allheilmittel zur Beseitigung aller bestehenden Ungerechtigkeiten“, so Voss. „Es ist aber ein qualitativ und quantitativ sehr erfolgreiches Projekt.“ So führen etwa 89 Prozent aus dem Doktorandinnen-Programm Lerneffekte und Karriereschritte auf ihre Teilnahme am Mentoring zurück. Viele junge Frauen berichten, dass sie ihr gesamtes Berufsleben von den Erfahrungen und Kontakten profitieren werden.

Voss: „Mentoring trägt auf diese Weise als besonders effektives Personalentwicklungsinstrument dazu bei, den ewigen Kreislauf einer stetigen Abnahme von Frauen mit zunehmender wissenschaftlicher Qualifikation entgegenzuwirken und exzellente Nachwuchskräfte für die Wissenschaft zu gewinnen und zu halten.“

Aufgrund der sehr guten Projektergebnisse konnte Staatsekretär Voss eine Fortführung des Projekts zusagen. Die Universitäten Greifswald und Rostock erhalten im Zeitraum 2019-2021 insgesamt 1,1 Millionen Euro. „Ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen im Wissenschaftsbereich“, betonte Voss für die Landesregierung.