Neues Sprachmittlungsangebot für Vorpommern

Kaselitz: Wichtiger Beitrag zur Integration von Zugewanderten

Nr.246  | 30.11.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, nahm heute (am 30. November) an der Kick-Off-Veranstaltung des neuen Sprachmittlerpools für die Landkreise Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen in Greifswald teil. Kaselitz hat sich mit Nachdruck für die Erweiterung der Sprachmittlerpools in Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt.

„Damit helfen wir, sprachliche und kulturelle Barrieren zu überwinden, z.B. in Kitas, Schulen, Jobcentern, Ämtern und Kliniken. Der Einsatz von Sprachmittlung soll die Orientierung von Zugewanderten erleichtern und das Verständnis des Fachpersonals für die Belange dieser Zielgruppe verbessern“, sagte Kaselitz.

Mit dem Sprachmittlerpool in Greifswald eröffnet die vierte Anlaufstelle in Mecklenburg-Vorpommern. Gefördert wird das Angebot durch das Land und die beiden Landkreise. Neben Greifswald gibt es in Rostock, Neubrandenburg und Schwerin weitere Sprachmittlerpools.

„Die Sprachmittlerdienste tragen mit ihren Leistungen ganz praktisch zur Integration von Zugewanderten bei“, betonte Kaselitz in ihrer Rede.

Die eingesetzten Sprachmittelnden sind dabei in der Regel keine ausgebildeten Dolmetscherinnen und Dolmetscher, sondern selbst Zugewanderte mit sicheren Deutschkenntnissen. Sie bringen neben ihren sprachlichen Fertigkeiten besondere Kompetenzen mit. Sie kennen die Gegebenheiten vor Ort und die Gepflogenheiten in den Herkunftsstaaten der Zugewanderten, können so kulturell bedingte Verständigungsschwierigkeiten aufklären und schaffen für alle Beteiligten Sicherheit und Vertrauen in der Beratungs- oder Behandlungssituation.

Der Sprachmittlerpool in Greifswald wird realisiert durch den Verein Diên Hông mit seinen langjährigen Erfahrungen im Sprachmittlungsbereich. Ab 2019 unterstützt das Kreisdiakonische Werk Greifswald-Ostvorpommern. Um im ländlichen Raum Anfahrzeiten und -kosten zu reduzieren, ist für die meistgenutzten Zielsprachen wie Arabisch, Persisch, Russisch und Kurdisch auch der Einsatz von Telefondolmetschen geplant.