Drese will Kinder- und Jugendarbeit stärken

Nr.014  | 25.01.2019  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit im Land hat hohe Priorität für Sozialministerin Stefanie Drese. Mit Blick auf zusätzliche Aufgabenfelder und die zunehmende Komplexität der Jugendarbeit sowie steigende Personalkosten will Drese u.a. das Kinder- und Jugendförderungsgesetz und die dazugehörige Förderverordnung novellieren.

„Ich möchte das Gesetz fit für die Zukunft machen, indem wir die Kinder- und Jugendarbeit aus der Bedarfsperspektive des Landes für das Jahr 2020 betrachten“, sagte Drese heute im Landtag. Die Ministerin verwies in diesem Zusammenhang auf die großen Veränderungen im Bereich der Medien und die dafür erforderliche Medienkompetenz.

„Die Digitalisierung bietet zugleich große Möglichkeiten für eine möglichst breite Jugendbeteiligung. In der Entwicklung und Nutzung digitaler Tools liegen große Chancen für die Teilnahme und Teilhabe junger Menschen gerade auch im ländlichen Bereich“, so Drese.

Drese machte deutlich, dass es in der Vergangenheit vornehmlich darum gegangen sei, die Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit trotz der teilweise dramatischen Einbrüche durch den Geburtenknick nach der Wende soweit es möglich und finanziell darstellbar war, aufrechtzuerhalten. „Jetzt geht es um die qualitative und quantitative Verbesserung der sozialen Arbeit im Bereich der Kinder und Jugendlichen.

Die Ministerin sprach sich im Landtag für die Anhebung der Landesfördersätze für die öffentlichen und privaten Träger aus. Wenig sachgerecht sei es allerdings zum jetzigen Zeitpunkt, über Beträge zu sprechen. „Dafür sollten die bevorstehenden Beratungen zum neuen Doppelhaushalt des Landes genutzt werden“, so Drese. „Wir sind zudem darüber im Dialog mit der kommunalen Ebene und werden das nicht von oben herab bestimmen.“