Kaselitz: Frauen sind oft der Schlüssel für eine gelingende Integration

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Dagmar Kaselitz mit den Teilnehmenden des Fachaustausches
Dagmar Kaselitz mit den Teilnehmenden des Fachaustausches
Dagmar Kaselitz mit den Teilnehmenden des Fachaustausches
Nr.018  | 29.01.2019  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, will die Situation von Migrantinnen und geflüchteten Frauen stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken."Gerade in Zuwanderungsfamilien sind es oft die Frauen, die der Schlüssel für eine gelingende Integration in unsere Gesellschaft sind. Das betrifft etwa die Anmeldung für die Kita oder die Inanspruchnahme von Hilfen und Beratungsangeboten aus denen sich dann oft weitere Kontakte entwickeln“, verdeutlicht Kaselitz.

Deshalb lud Kaselitz jetzt gemeinsam mit den Migrantinnenorganisationen DaMigra e.V. und Tutmonde e.V. zum Fachaustausch über die Lebenssituation von Migrantinnen und geflüchteten Frauen ein. „Die bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben muss stärker in den Blick aller Akteure und Einrichtungen rücken“, erklärte Kaselitz beim Treffen in Schwerin, zu dem 21 Teilnehmenden von 16 Vereinen und Verbänden aus Mecklenburg-Vorpommern gekommen waren.

Kaselitz: „Als Grundvoraussetzung müssen die sprachlichen Zugangsvoraussetzungen in Institutionen, Ämtern, aber auch in Frauenhäusern und Beratungsstellen vorhanden sein. Genau dafür hat das Land gemeinsam mit den Landkreisen und kreisfreien Städten vier Sprachmittlerpools in Greifswald, Rostock, Neubrandenburg und Schwerin eingerichtet. Damit helfen wir, sprachliche und kulturelle Barrieren im Alltag zu überwinden. Der Einsatz von Sprachmittlung, z.B. auch durch Telefondolmetschen, soll die Orientierung und Integration von Zugewanderten im Alltag erleichtern und das Verständnis des Fachpersonals für die Belange dieser Zielgruppe verbessern“, so Kaselitz.

Eng damit verbunden ist die Umsetzung der interkulturellen Öffnung in allen Bereichen der Gesellschaft. Hier muss nach Ansicht von Kaselitz die Landesverwaltung vorangehen und eine Vorbildfunktion einnehmen. „Dabei geht es um die Weiterentwicklung von Fortbildungsangeboten zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz der Beschäftigten in den Verwaltungen und die Berücksichtigung interkultureller Aspekte bei Fördermaßnahmen sowie um die Erhöhung des Anteils von Beschäftigen mit Migrationshintergrund“, betont Kaselitz.

In Mecklenburg-Vorpommern leben derzeit gut 75.000 Ausländerinnen und Ausländer aus insgesamt über 160 Herkunftsländern. Das sind knapp fünf Prozent der Gesamtbevölkerung und mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2012.