Drese zum Tag der Sozialen Gerechtigkeit: Weitere Maßnahmen gegen Kinderarmut und soziale Benachteiligung notwendig

Nr.026  | 20.02.2019  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Für mehr Teilhabe und größere Chancengleichheit spricht sich Sozialministerin Stefanie Drese anlässlich des heutigen Welttages der Sozialen Gerechtigkeit aus. Alle staatlichen Ebenen in Deutschland müssten ihre Anstrengungen intensivieren, um ein Auseinanderdriften der Gesellschaft zu verhindern und entsprechenden Fliehkräften entgegenzuwirken.

Die Ministerin, die in diesem Jahr zugleich Vorsitzende der Arbeits- und Sozialministerkonferenz der Länder (ASMK) ist, sieht dabei Familien mit kleinen Einkommen sowie Kinder als eine Hauptzielgruppe politischen Handelns für mehr Gerechtigkeit.

„Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Kindertagesförderung und der Einführung der komplett beitragsfreien Kinderbetreuung zum 1.1.2020 schaffen wir in Mecklenburg-Vorpommern für alle Kinder, unabhängig vom Einkommen der Eltern einen Zugang zu guter Bildung von Anfang an“, so Drese. Von der Beitragsfreiheit profitierten vor allem Geringverdiener, die oft bis zu 20 Prozent ihres Haushaltseinkommens für Kindertagesangebote zahlen müssen.

Als wünschenswerte Maßnahmen auf Bundesebene bezeichnet Ministerin Drese die Vorschläge zur Einführung einer Grundrente für Geringverdiener, die jahrzehntelang gearbeitet haben sowie die vorgesehenen Verbesserungen im Starke-Familien-Gesetz. „Für mich ist hier besonders wichtig, dass deutlich mehr Kinder einen Anspruch auf Kinderzuschlag erhalten sollen und das Verfahren entbürokratisiert wird“, verdeutlicht Drese.

Die Neugestaltung und Erhöhung des Kinderzuschlags sowie die verbesserten Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket sieht die Ministerin zudem als wichtige Schritte im Kampf gegen Kinderarmut. Drese: „Ich möchte meinen ASMK-Vorsitz dazu nutzen, die Einführung einer Kindergrundsicherung voranzubringen. Dabei geht es mir vor allem um eine einfach zu beantragende zusammengefasste staatliche Unterstützungsleistung, die über die reine Existenzsicherung hinaus die gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen angemessen verbessert.“