Jugendbeteiligung ausbauen: Mecklenburg-Vorpommern setzt Forderungen des Deutschen Kinderhilfswerks um

Nr.043  | 13.03.2019  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Sozialministerin Stefanie Drese sieht sich durch eine neue Studie des Deutschen Kinderhilfswerks e.V. bestätigt, die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen auszubauen.

„Kinder und Jugendliche, die sich selbst aktiv einbringen, werden sich auch als Erwachsene eher an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligen. Ihre Beteiligung ist der Schlüssel zu einer demokratischen Gesellschaft“, erklärte Drese zur heute vorgestellten Untersuchung des Kinderhilfswerks.

In der vergleichenden Studie werden Defizite und unterschiedliche Standards in den einzelnen Bundesländern festgestellt. „Ich stimme Kinderhilfswerk-Chef Thomas Krüger ausdrücklich zu, dass die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an sie betreffenden Entscheidungen zu einer Selbstverständlichkeit werden muss“, so die Ministerin.

Drese: „Genau dieses Ziel verfolgen wir in Mecklenburg-Vorpommern mit unserem im Jahr 2018 aufgelegten Jugendbeteiligungsfonds. Dafür stellen wir 100.000 Euro jährlich zur Verfügung. Wir setzen hierbei vor allem auf attraktive digitale Angebote, um Jugendliche zu ermuntern, sich für ihre Belange zu engagieren und selbst aktiv zu werden.“

Das Sozialministerium plant u.a. in Kooperation mit dem Jugendmedienverband Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Jugendlichen, eine digitale Beteiligungsplattform zu entwickeln. Junge Menschen sollen damit die Möglichkeit erhalten, ihre Ideen und Interessen in die Gesellschaft einzubringen. Kurse und Veranstaltungen zum Erproben und Kennenlernen konkreter Werkzeuge (Tools) und Möglichkeiten, wie digitale Jugendbeteiligung umgesetzt werden kann, sind bereits angelaufen.