Drese: Beratungs- und Hilfenetz in MV erreicht deutlich mehr Menschen

Nr.073  | 29.04.2019  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

4.593 Erwachsene und damit 411 Personen mehr als im Jahr davor erhielten 2018 Schutz und Unterstützung durch das Beratungs- und Hilfenetz in Mecklenburg-Vorpommern. Davon waren 4.162 Betroffene Frauen, 418 Männer und 13 Personen diversen Geschlechts. Zudem wurden im vergangenen Jahr insgesamt 4.210 Kinder und Jugendliche im Beratungs- und Hilfenetz bekannt (2017: 3.830), die mit häuslicher, sexualisierter Gewalt oder mit Menschenhandel oder Zwangsprostitution konfrontiert waren.

„Die gestiegenen Zahlen verdeutlichen, dass sich immer mehr Menschen mit ihren Gewalterfahrungen an die Beratungsstellen und Frauenhäuser wenden und sich Hilfe suchen. Unser umfangreiches Angebot von Hilfe und Unterstützung in der Fläche zeigt Wirkung. Die Erreichbarkeit der Hilfeangebote im ländlichen Raum ist gegeben“, informierte Sozialministerin Stefanie Drese heute in Schwerin über die von der Landeskoordinierungsstelle CORA erstellte Statistik für das Jahr 2018.

Die Fälle reichen von Beleidigungen, Einschüchterungen und Bedrohungen über physische und sexuelle Misshandlungen bis hin zu Vergewaltigung sowie Mord.

Drese: „Die hohen Zahlen zeigen aber auch, dass häusliche und sexualisierte Gewalt sowie Menschenhandel und Zwangsprostitution ein großes und ernsthaftes gesellschaftliches Problem darstellen. Hier sind wir alle gefordert, Gewaltsignale zu erkennen und Menschen in Not zu helfen. Rat- und Schutzsuchende können dabei auf ein gut gewachsenes Netz von Hilfestrukturen in unserem Land zurückgreifen“, so Drese.

Dieses Beratungs- und Hilfenetz besteht aus neun Frauenhäusern, fünf Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt und Stalking mit angeschlossener Kinder- und Jugendberatung, fünf Fachberatungsstellen für Betroffene von sexualisierter Gewalt, acht Beratungsstellen für Betroffene von häuslicher Gewalt, einer Beratungsstelle für Betroffene von Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung und Zwangsverheiratung, drei Täter- und Gewaltberatungsstellen sowie der Landeskoordinierungsstelle CORA.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.cora-mv.de