Drese am 1. Mai: Sozialer Fortschritt und bessere Arbeitsbedingungen fallen in Zeiten der Gewinnmaximierung nicht vom Himmel

Nr.075  | 01.05.2019  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Sozialministerin Stefanie Drese hat am 1. Mai zu mehr sozialer Gerechtigkeit, einem größeren gesellschaftlichen Zusammenhalt und einer Aufwertung der Sozialberufe aufgerufen.

„Gesellschaftliche Verbesserungen, sozialer Fortschritt und faire Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel. Sie müssen in Zeiten der Gewinnmaximierung und der wachsenden Schere von Arm und Reich erkämpft und eingefordert werden“, betonte Drese auf der Veranstaltung zum 1. Mai in Bad Doberan.

Auf dem Gelände rund um das Kornhaus fand dort ein vom Aktionsbündnis „Für Frieden, Arbeit und soziale Gerechtigkeit“ organisiertes Familienfest statt.

Ministerin Drese bezeichnete in ihrer Rede die zum 1.1.2020 geplante Elternbeitragsfreiheit in Krippe, Kita, Tagespflege und Hort als größte familienpolitische Entlastung in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. „Wir sorgen dafür, dass Eltern mit kleineren Kindern dann deutlich mehr Geld für gemeinsame Aktivitäten oder Anschaffungen zur Verfügung haben“, so Drese. Gerade angesichts der bundesweit geringsten Löhne seien das ganz konkrete Verbesserungen für Familien im Land.

Drese unterstützte die Forderungen der Gewerkschaften nach mehr Tariflohn. „Höhere Löhne sind eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen von ihrer Arbeit gut leben können. Hier besteht in Mecklenburg-Vorpommern noch erheblicher Aufholbedarf“, so Drese am 1. Mai.