Drese: Dauerhafte Unterstützung des Bundes von hoher Bedeutung für weiteren Ausbau der frühkindlichen Bildung

Nr.076  | 02.05.2019  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

„Mit Franziska Giffey haben wir Bundesländer eine sehr gute und verlässliche Partnerin für familien-, kinder- und jugendpolitische Themen. Das Engagement des Bundes ist vor allem für die Weiterentwicklung im Bereich der frühkindlichen Bildung von großer Bedeutung“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese anlässlich des Besuchs von Bundesfamilienministerin Giffey in Mecklenburg-Vorpommern.

Giffey und Drese besuchten heute die Stadt Grabow (Landkreis Ludwigslust-Parchim), um sich über die Aktivitäten der Kommune zur Gestaltung des demografischen Wandels zu informieren. Das Bundesministerium fördert im Projekt „Demografiewerkstatt“ bundesweit acht Kommunen, zu denen auch Grabow gehört. Im Anschluss waren die Ministerinnen zu Gast auf der Konferenz der Sprecher/innen für Familie, Jugend und Kinder der SPD-Fraktionen im Bund und den Ländern in Schwerin.

Ein wichtiges Thema der Konferenz ist der weitere Ausbau der frühkindlichen Bildung. Dieser Bereich hat sich qualitativ und quantitativ in den letzten Jahren enorm entwickelt. Ministerin Drese hob hervor, dass in Mecklenburg-Vorpommern seit dem Jahr 2003 knapp 60 Prozent mehr Kinder eine Kita besuchen und sogar über 70 Prozent mehr Fachkräfte in den Kita-Einrichtungen des Landes tätig seien. „Innerhalb der letzten 15 Jahre ist die Zahl der Kinder in den Kindertagesstätten und bei Tagespflegepersonen von 70.000 auf 110.000 gestiegen. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Erzieherinnen und Erzieher von 7.000 auf über 12.000 erhöht. Das ist für unser kleines Bundesland eine sehr dynamische Entwicklung“, so Drese.

Drese: „Dieser stetige Aufwuchs verbunden mit den steigenden Ansprüchen an die Kindertagesbetreuung und -förderung stellt natürlich eine fortdauernde Herausforderung dar, der sich Bund, Land, Kommunen und Kita-Träger auch in der Zukunft stellen müssen. Ich bin deshalb über die Unterstützung des Bundesfamilienministeriums für die Weiterentwicklung der Kindertagesförderung mit dem Gute-Kita-Gesetz sowie der Fachkräfteoffensive „Erzieherinnen und Erzieher: Nachwuchs gewinnen und Profis binden“ sehr dankbar.“

Eine der vordringlichsten Aufgaben ist nach Ansicht Dreses, die Ausbildungskapazitäten zu erweitern, um zusätzliche pädagogische Fachkräfte zu gewinnen. Drese: „Wir haben als eines der ersten Bundesländer bereits zum Schuljahr 2017/2018 zusätzlich eine dual orientierte Erzieher-Ausbildung für 0- bis 10-Jährige erfolgreich eingeführt. Dieser Ausbildungsgang wird ab dem kommenden Schuljahr auch an den privaten Schulen angeboten. Parallel werden durch die Fachkräfteoffensive des Bundes bis zu 45 zusätzliche Fachkräfte für unsere Kitas ausgebildet.“ Interessierte Träger können sich noch bis zum 21. Mai beim Bundesfamilienministerium bewerben.