Drese und Martin machen sich stark für Kinderrechte

Die Ministerinnen Bettina Martin und Stefanie Drese sprechen sich für die Aufnahme von festgeschriebenen Kinderrechten im Grundgesetz aus. Details anzeigen
Die Ministerinnen Bettina Martin und Stefanie Drese sprechen sich für die Aufnahme von festgeschriebenen Kinderrechten im Grundgesetz aus.
Die Ministerinnen Bettina Martin und Stefanie Drese sprechen sich für die Aufnahme von festgeschriebenen Kinderrechten im Grundgesetz aus.
Die Ministerinnen Bettina Martin und Stefanie Drese sprechen sich für die Aufnahme von festgeschriebenen Kinderrechten im Grundgesetz aus.
Nr.161  | 01.09.2019  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Sozialministerin Stefanie Drese und Bildungsministerin Bettina Martin sprechen sich für die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz in dieser Legislaturperiode aus. Die Entwicklung, die Beteiligung und der Schutz von Kindern und Jugendlichen muss als Querschnittaufgabe in allen Bereichen unserer Gesellschaft stärker berücksichtigt werden“, verdeutlichten die Ministerinnen anlässlich des Stopps des Kinderrechte-Busses am (heutigen) Sonntag in Warnemünde. 

„Festgeschriebene Kinderrechte in der Verfassung würden den Vorrang des Kindeswohls sicherstellen. Der Gesetzgeber müsste dann bei neuen Gesetzen deren Auswirkungen auf die Rechte der Kinder prüfen und die Interessen der jungen Generation bei allen sie betreffenden Entscheidungen mit besonderem Gewicht in die Abwägung einbeziehen“, begründete Drese ihren Einsatz für starke Rechte für Kinder.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für die Ministerin, Kindern und Jugendlichen auf allen Ebenen mehr Beteiligungsmöglichkeiten zu eröffnen. „So würden die Meinung und Interessen der jungen Generation sichtbarer“, verdeutlicht Drese. „Das belebt die Demokratie. Und Kinder und Jugendliche, die an sie betreffenden Entscheidungen beteiligt werden, können später viel leichter Gestaltungsverantwortung für die Gesellschaft übernehmen“, so Drese.

Bildungsministerin Bettina Martin sagte: „Kinderrechte gehören ins Grundgesetz. Mecklenburg-Vorpommern hat sich schon 2006 im Bundesrat dafür stark gemacht. Umso mehr freue ich mich, dass der Kinderrechte-Bus hier bei uns in MV Halt macht. Es ist gut, dass die Bundesregierung sich nun auf die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz festgelegt hat. Dieser wichtige Schritt wird es möglich machen, den Schutz von Kindern vor Gewalt zu verbessern. Und er wird dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche besser an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Es ist mir wichtig, dass wir gerade bei politischen Debatten nicht nur über Kinder und Jugendliche sprechen, sondern mit ihnen und ihre Anliegen ernst nehmen.“

 

Hintergrund:

Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Damit die Kinderrechte im ganzen Land noch bekannter werden, geht der Kinderrechte-Bus des Bundesfamilienministeriums bis Mitte Oktober auf Tour durch Deutschland. Das Motto der Bustour durch mehr als 20 Städte lautet "Starkmachen für Kinderrechte". An jeder Station gibt es Spiele und Mitmachaktionen - der Bus soll Kindern auf spielerische und kindgerechte Weise vermitteln, was ihre Rechte sind. Dazu dient eine Ausstellung, die jeweils vor dem und im Bus aufgebaut wird und sich entlang zehn wichtiger Kinderrechte orientiert. Am (heutigen) Sonntag macht der Kinderrechte-Bus im Beisein der Ministerinnen Drese und Martin Station in Rostock-Warnemünde.