Drese: „Familie ist da, wo Menschen füreinander einstehen und dauerhaft Verantwortung übernehmen“

Nr.165  | 05.09.2019  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

„Familien sind in unserer weltoffenen, freiheitlichen Gesellschaft vielschichtig und divers. So bunt das Leben ist, so verschieden sind auch die familiären Bedürfnisse. Es gibt Familien mit und ohne Trauschein, Alleinerziehende, Regenbogen- und Patchworkfamilien, Familien, die sich um ihre pflegebedürftigen Angehörigen kümmern und Familien mit Migrationshintergrund. Für alle diese Familien möchte die Landesregierung da sein, um sie in ihren spezifischen Lagen zu unterstützen.“

Sozialministerin Stefanie Drese hat in der heutigen Landtagsdebatte sich gegen den verengten Familienbegriff der AfD-Fraktion ausgesprochen. Diese hatte in einem Antrag gefordert, lediglich sogenannte traditionelle Familien bestehend aus Frau, Mann und Kindern zu stärken.

„Ihr einseitiges Familienbild teile ich ausdrücklich nicht. Wenn Sie von Familie reden, grenzen Sie aus, statt zusammenzuführen. Wenn Sie von Familie reden, spalten Sie die Gesellschaft“, sagte Ministerin Drese im Landtag.

Familie ist nach Ansicht Dreses da, wo Menschen bereit sind, füreinander einzustehen und dauerhaft Verantwortung zu übernehmen. „Familien, in welcher Form auch immer, bilden die Grundlage gesellschaftlichen Zusammenlebens, indem sie Kinder erziehen sowie Angehörige betreuen und pflegen“, so Drese. In Familien fänden Wertevermittlung, Bildung, gegenseitige Unterstützung und sozialer Zusammenhalt statt, werden Grundregeln des Zusammenlebens und soziale Bindungsfähigkeit vermittelt.        

„Um diese gesellschaftlichen Funktionen erfüllen zu können, brauchen Familien ein gesellschaftliches Klima der Wertschätzung und Solidarität“, betonte Drese. Sie bedürften einer Unterstützung durch die Politik, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. „Genau daran arbeiten wir in Mecklenburg-Vorpommern. Ausdruck hiervon sind z.B. staatliche Unterstützungsmaßnahmen zur Förderung von Familien und zur Verwirklichung familien- und kinderfreundlicher Lebensbedingungen“, so die Ministerin.

Drese: „Die gestern beschlossene komplette Kita-Elternbeitragsfreiheit ist unser größter Beitrag zur Unterstützung von Familien ganz egal ob mit oder ohne Trauschein, ob alleinerziehend, gleichgeschlechtlich lebend oder als Patchworkfamilie.“