Drese: Mehr Frauen für die Kommunalpolitik gewinnen

Gleichstellungsministerin Drese würdigt politisch engagierte Ehrenamtlerinnen im Landkreis Rostock

Nr.187  | 27.09.2019  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

„Das Ehrenamt hat eine enorme Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dabei kommt dem bürgerschaftlichen Engagement von Frauen in der Kommunalpolitik eine besondere Anerkennung zu. Sie in ihrem Bestreben zu ermuntern und weitere Frauen zu bestärken, sich politisch zu engagieren, ist mir ein wichtiges Anliegen“, erklärte Gleichstellungministerin Drese auf der Festveranstaltung des Landkreises Rostock in Tessin.

Unter dem Motto „Frauen in der Kommunalpolitik“ wurden am heutigen Freitag, den 27. September, engagierte Kommualpolitikerinnen ausgezeichnet.

Die Ministerin erörterte, dass nach 100 Jahren Frauenwahlrecht immer noch viel zu wenige Frauen in Deutschland, in unserem Bundesland und auf der kommunalen Ebene in der Politik vertreten seien. So sind im Bundestag 30 Prozent, im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns rund 25 Prozent und im Kreistag des Landkreises Rostock gerade einmal 20 Prozent der Bürgervertreter weiblich. Drese: „Allein an diesen Zahlen sehen wir, wir sind noch lange nicht am Ziel.“

Stärkere Motivation und die Beseitigung von Hindernissen seien der richtige Weg, so die Ministerin. „Frauen wollen keine langen Debattensitzungen, sondern Lösungen für Alltagsthemen. Die Parteikultur muss sich ändern, genauso wie die Kommunikationsformen. Dazu kann man auch immer besser die digitalen Medien nutzen.“

Insbesondere die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und politischem Engagement sei nach Ansicht der Ministerin ausschlaggebend. „Die komplett für Eltern beitragsfreie KiTa ab 2020 bedeutet einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Davon profitieren wiederum vor allem Frauen, die bisher mit Blick auf die hohen Kita-Kosten zu Hause geblieben sind, da sich ein Job für sie oft nicht lohnte. Die Folge: Karriereknick und geringere Entlohnung. Hier schaffen wir nun sehr viel bessere Rahmenbedingungen für Männer und Frauen.“