LSBTI*-Menschen mit Lebenssituation in Mecklenburg-Vorpommern überwiegend zufrieden

Sozialministerin stellt Umfrageergebnisse vor

Die Landesregierung setzt sich für die Gleichstellung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ein. Details anzeigen
Die Landesregierung setzt sich für die Gleichstellung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ein.
Die Landesregierung setzt sich für die Gleichstellung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ein.
Die Landesregierung setzt sich für die Gleichstellung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ein.
Nr.204  | 22.10.2019  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

„Eine große Mehrheit der LSBTI*-Befragten ist zufrieden mit ihrer Lebenssituation in unserem Bundesland.“ Sozialministerin Stefanie Drese stellte heute (am 22. Oktober 2019) in Schwerin die Ergebnisse der Online-Umfrage zur Lebenssituation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und queeren Menschen (LSBTI*) in Mecklenburg-Vorpommern vor.

72 Prozent der teilnehmenden LSBTI*-Befragten gaben an, dass sie vollkommen offen ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität in MV leben können. „Dennoch zeigen uns die Ergebnisse, dass viele auch negative Erfahrungen machen. Jeder zweite Befragte gibt an, innerhalb der vergangenen fünf Jahre aufgrund der eigenen sexuellen Orientierung bzw. geschlechtlichen Identität negative Reaktionen wie z.B. Benachteiligungen, Ablehnungen oder Ausgrenzungen erfahren zu haben. Dabei sind Trans* und Inter* deutlich häufiger betroffen“, so Drese.

Erfreut zeigte die Ministerin sich über die gute Beteiligung an der Online-Befragung des Sozialministeriums. Rund 1.200 Menschen nahmen an der Umfrage zur Lebenssituation von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen (LSBTI*) und deren Angehörigen in Mecklenburg-Vorpommern teil. Davon haben rund 480 LSBTI*-Menschen den Fragebogen beantwortet. Deren Angaben ergeben, dass 63 Prozent eher bis sehr zufrieden sind. Nur neun Prozent sind sehr unzufrieden.

Drese betonte, dass sich aus den gewonnenen Erkenntnissen weiterer Handlungsbedarf für die Landesregierung ableitet: „Diskriminierung geschieht vor allem im öffentlichen Raum, im Bus oder an öffentlichen Plätzen, aber auch in der Familie und im Beruf. In diesen Bereichen gilt es etwa durch mehr Aufklärung und Information jede Form von Diskriminierung zu beenden und für Gleichstellung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu sorgen.“

Dafür will das Sozialministerium nach Angaben von Ministerin Drese zusätzliche Landesmittel zur Verfügung stellen. „Wir wollen mit dem neuen Haushalt ab dem kommenden Jahr unsere Zuschüsse für die Beratungs- und Anlaufstellen um 90.000 Euro auf dann 170.000 Euro im Jahr mehr als verdoppeln“, so Drese.

Das Sozialministerium plant zudem im kommenden Jahr, eine Bilanz des 2015 verabschiedeten Landesaktionsplans für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern zu ziehen. Die Ergebnisse der Online-Befragung fließen darin ein.