Drese: Ältere Menschen werden mit ihrem Erfahrungswissen und ihrem Engagement gebraucht

Nr.200  | 01.10.2021  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Sozialministerin Stefanie Drese hebt anlässlich des (heutigen) Internationalen Tages der älteren Menschen die Leistungen der Älteren für die Gesellschaft hervor.

„Seniorinnen und Senioren sind vielfach optimistisch, agil und motiviert. Diese Potenziale an Aktivität, Erfahrung und Zeitbudget müssen wir gesellschaftlich noch viel stärker erkennen und nutzen. Ältere Menschen werden mit ihrem Erfahrungswissen und ihrem Engagement gebraucht“, sagte Drese auch mit Blick auf den voranschreitenden demografischen Wandel.

Drese verwies darauf, dass auch ältere Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen aktive Mitglieder der Gesellschaft sein wollen. Aufgabe von Politik sei es, für gute Lebens- und Wohnbedingungen, ärztliche Versorgung, barrierefreie Zugänge, Pflegeangebote und Mitwirkungsmöglichkeiten zu sorgen. 

„Eine nachhaltige und moderne Seniorenpolitik berücksichtigt die Vielfalt der Bedürfnisse und individuellen Lebensentwürfe von älteren Menschen“, betonte die Ministerin. „Seniorenpolitik ist eine Querschnittsaufgabe. Um den Herausforderungen einer älter werdenden Bevölkerung gerecht zu werden, brauchen wir in den Städten und Gemeinden seniorenfreundliche Rahmenbedingungen. Dazu gehören: verlässliche Strukturen, feste Ansprechpartner, Gespräche mit Hauptamtlichen auf Augenhöhe, die Bereitstellung von Räumlichkeiten, die Möglichkeit selbst etwas auf die Beine stellen zu können“, so Drese.

Darüber hinaus seien praktikable Lösungen für Themenbereiche wie Mobilität, eine integrierte Orts- und Verkehrsplanung, Wohnen im Alter, Gesundheit, Pflege sowie bürgerschaftliches Engagement und gesellschaftliche Teilhabe wichtig, um den Anforderungen älterer Menschen gerecht zu werden.

Drese: „Eine weitere Forderung des Aktionstages ist für mich: Ältere Menschen müssen in verletzlichen Lebenssituationen besser vor Gewalt, Betrug, Vernachlässigung und finanzieller Ausbeutung geschützt werden. So braucht es in Verdachtsfällen behördliche und gerichtliche Eingriffsbefugnisse, um den Schutz sowohl in Heimen als auch in der Häuslichkeit garantieren zu können.“